Fürs laufende Jahr gehen die CS-Experten wie bisher von einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,9 Prozent aus. In dieser Prognose ist die erwartete Verlangsamung des Wachstums laut Communiqué vom Dienstag bereits berücksichtigt.

Die Prognose für 2012 basiere auf wieder stärkeren Impulsen aus den Exportmärkten - die CS geht nicht von einem Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession aus - und einer weiterhin stützenden Binnenwirtschaft. "Allen Unkenrufen zum Trotz scheint die Frankenstärke zwar schmerzhaft, aber verkraftbar zu sein", heisst es in der Mitteilung der CS wörtlich.

Bakbasel pessimistischer

Weitaus negativer beurteilt werden die Aussichten der Schweizer Wirtschaft vom Konjunkturforschungsinstitut Bakbasel. Dieses rechnet in seiner am Dienstag veröffentlichten Prognose fürs Jahr 2012 mit einem Wachstum von nur 0,8 Prozent.

Grund dafür sei der starke Franken und eine mit der Verlangsamung der Weltkonjunktur verbundene Nachfrageminderung aus dem Ausland. Im Juni waren die Konjunkturauguren aus Basel noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent für 2012 ausgegangen.