Die Ansprüche beträfen den Verkauf von verbrieften Immobilienkrediten (Residential Mortgage-backed Securities) im Umfang von rund 16,6 Mrd. Dollar zwischen 2005 und 2007, teilte die Credit Suisse am Freitagabend mit. Mit der Zahlung seien sämtliche Ansprüche in zwei hängigen Klagen beglichen, welche die FHFA gegen die Credit Suisse eingereicht hatte.

Die Zahlung wird dem Geschäftsjahr 2013 verbucht. Die Jahresrechnung werde nun mit 275 Mio. Franken belastet, was dazu führe, dass der im vierten Quartal ein Reinverlust von 8 Mio. Franken in den Büchern stehen wird. Für das Gesamtjahr 2013 beläuft sich der ausgewiesene Vorsteuergewinn gemäss Communiqué auf 3,994 Mrd. Franken, der Reingewinn auf 2,794 Mrd. Franken (bisher 3,069 Mrd. Franken).

Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) vertritt Fannie Mae und Freddie Mac, die in den Jahren 2004 bis 2007 bei Hypothekenverbriefungen angeblich von 18 Banken in die Irre geführt worden sind. Sie machten einen Schaden von 1,2 Mrd. Dollar plus Zinsen geltend.

Die Regulierungsbehörde hatte den Banken vorgeworfen, Fannie Mae und Freddie Mac zwischen 2005 und 2007 Subprime-Hypotheken auf der Basis von Dokumenten verkauft zu haben, welche falsche Angaben enthielten oder nicht vollständig waren. Im Juli vergangenen Jahres hatte die UBS bereits einen Vergleich über ebenfalls 885 Mio. Dollar erzielt.

Die beiden grössten Baufinanzierer der USA waren ursprünglich private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen. Sie hatten Hypotheken von Banken und anderen Kreditinstituten gekauft, sie gegen Kreditausfall versichert und die Pakete an Investoren in der ganzen Welt verkauft.

Als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise immer mehr Schuldner ihre Kredite nicht mehr abbezahlen konnten, mussten Fannie Mae und Freddie Mac für die Verluste aufkommen und gerieten ins Straucheln. Im September 2008 wurden die Geldhäuser wegen drohenden Konkurses schliesslich verstaatlicht und von der US-Regierung mit Milliardenbeträgen gerettet.