Wirtschaft

Corona-Virus lässt Wirtschaft schrumpfen: Seco erwartet Rezession

Keine Kunden, kein Umsatz und keine Aussicht auf Besserung: Nicht nur das Gastgewerbe kämpft mit den Folgen des Corona-Virus.

Keine Kunden, kein Umsatz und keine Aussicht auf Besserung: Nicht nur das Gastgewerbe kämpft mit den Folgen des Corona-Virus.

Die Schweiz schlittert in eine Rezession. Nun liefert der Bund erstmals konkrete Zahlen. Die Prognosen sind düster. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte um 1,3 Prozent schrumpfen.

(rwa) Die rasante Ausbreitung des Corona-Virus bringt die Wirtschaft zum Erliegen. Das schlägt auch auf die Konjunkturprognosen durch. Die Expertengruppe des Bundes prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des BIP von -1,3 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag bekanntgab. Würden man den Einfluss von Sportevents noch wegrechnen, wäre da gar ein Minus von 1,5 Prozent.

Ganz anders hatte die Welt noch im Dezember ausgesehen, als die Experten mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent rechneten. Allerdings räumen sie ein, dass die Unsicherheit über die jetzige Prognose aussergewöhnlich hoch sei.

Auch grösserer Einbruch möglich

Dass diese aber besser ausfällt als vorausgesagt, ist eher unwahrscheinlich. Die Experten gehen in ihrem Szenario davon aus, dass sich die Konjunktur ab dem Sommer schrittweise erholt. In diesem Fall ergäbe sich für 2021 ein hohes Wachstum von 3,3 Prozent. Dieses würde aber dennoch nicht genügen, um das erwartete BIP-Niveau zu erreichen. Sollte sich das Virus noch stärker ausbreiten und härtere Restriktionen folgen, rechnet das Seco mit einem noch «schärferen Einbruch der Konjunktur».

Als besonders gebeutelt sehen die Konjunkturforscher im internationalen Austausch den Tourismus und das Transportgewerbe, aber auch konjunktursensitive Bereiche der Industrie. Im Inland seien vor allem das Gastgewerbe und andere Dienstleistungsbranchen betroffen.

Laut Seco dürfte dieses Jahr auch die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen, von 2,4 auf 2,8 Prozent. Für 2021 rechnen die Experten im Jahresdurchschnitt mit einer Arbeitslosigkeit von 3,0 Prozent.

Meistgesehen

Artboard 1