Banken

Clientis-Gruppe mit tieferem Gewinn - Neue Gelder in Rekordhöhe

Clientis-VR-Präsident Rolf Zaugg im Jahr 2004 (Archiv)

Clientis-VR-Präsident Rolf Zaugg im Jahr 2004 (Archiv)

Das tiefe Zinsniveau sowie höhere interne Kosten haben den Gewinn der Clientis Banken-Gruppe geschmälert: Die 23 Regionalbanken verdienten 2009 unter dem Strich 55,8 Mio. Franken. Das sind 11,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Dafür erhielten sie neue Kundengelder in Rekordhöhe.

Den Banken wurden neue Gelder in Höhe von 511 Mio. Fr. anvertraut, wie die Clientis-Gruppe mitteilte. Die Zunahme um 4,8 Prozent auf 11,1 Mrd. Fr. bedeutet die höchste Wachstumsrate seit der Gründung der Gruppe vor sechs Jahren.

Die Kundenausleihungen stiegen um 3,8 Prozent auf 13,1 Mrd. Franken. Davon entfielen 95 Prozent auf Hypothekar-Ausleihungen, das Kerngeschäft der Gruppe. Die Steigerung von 4,5 Prozent stellt die zweitgrösste Wachstumsrate in der Geschichte der Gruppe dar.

Der Druck auf die Zinsmargen und die Zurückhaltung der Anleger bei Börsengeschäften führten zu einem Rückgang des Gesamtertrags um 2,5 Prozent auf 261 Mio. Franken. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft - die Haupteinnahmequelle der Clientis-Banken - sank um 5,6 Prozent auf 214 Mio. Franken.

Der Geschäftsaufwand stieg um 6,4 Prozent auf 174 Mio. Franken. Dies begründet die Bank vor allem mit dem Vertrieb, in den wegen des grösseren Geschäftsvolumens investiert wurde, sowie der Einführung des neuen Informatiksystems.

Der geringere Ertrag und der höhere Aufwand führten zu einem Rückgang des Bruttogewinns um 16,6 Prozent auf 86,5 Mio. Franken. Für 2010 stellt die Bank ein Konzernergebnis und einen Bruttogewinn auf der Höhe des Vorjahrs in Aussicht. Die Clientis-Banken beschäftigen 637 Angestellte in 98 Filialen.

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