Chemie

Clariant senkt Ziele wegen Frankenstärke und schwacher Konjunktur

Clariant-Turm in Pratteln

Clariant-Turm in Pratteln

Clariant hat am Montag seine Jahresziele gesenkt und dies mit der weltweiten Konjunkturabschwächung und den Wechselkursverhältnissen begründet. In Folge verlor die Aktie des Spezialchemiekonzerns deutlich an Wert.

Nachdem das Minus bei Handelsbeginn 11,9 Prozent betragen hatte, sank der Kurs weiter. Am Abend schloss die Clariant-Aktie 16,3 Prozent tiefer, derweil das Minus des Gesamtmarkts gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 4 Prozent betrug.

Das Unternehmen mit Sitz in Muttenz BL erwartet für das laufende Jahr noch einen Umsatz von 7,0 bis 7,2 Mrd. Franken und damit rund 600 Mio. Fr. weniger als noch Mitte Juni. Im Juli und August sei die Nachfrage zwar insgesamt robust geblieben, teilte Clariant am Montag mit. In einigen Regionen und Märkten sei eine Abschwächung aber unübersehbar gewesen.

Mit einem so deutlichen Geschäftsrückgang wie Ende 2008 rechnet Clariant allerdings nicht. "Wir erwarten keinen Kollaps der Nachfrage", sagte Konzernchef Hariolf Kottmann an einer Telefonkonferenz.

Schlechtere Marge

Der Konzern, der unter anderem Zusatzstoffe für Kunststoffe und Beschichtungen, Grundstoffe für Putz- und Waschmittel und Chemikalien für die Papierindustrie herstellt, erwartet nebst einem tieferen Umsatz aber auch eine schlechtere Marge. An ihren mittelfristigen Umsatz- und Gewinnzielen rüttelt Clariant nicht.

Die Chemie gehört zu jenen Branchen, welche als erste auf Veränderung der Konjunkturlage reagieren. So hat der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel seine Jahresziele bereits Ende Juni gesenkt.

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