Chemieindustrie

Clariant mit Verlust und Umsatzeinbruch im ersten Quartal

Umsatzeinbruch bei Clariant (Archiv)

Umsatzeinbruch bei Clariant (Archiv)

Die Krise trifft den Spezialitätenchemiekonzern Clariant hart: Im ersten Quartal rutschte der Konzern mit einem Verlust von 91 Mio. Fr. tief in die roten Zahlen. Vor einem Jahr hatte Clariant 41 Mio. Fr. Gewinn gemacht. Der Umsatz brach um fast einen Viertel ein.

Er erreichte noch 1,604 Mrd. Franken, wie Clariant bekanntgab. Der Umsatzrückgang in lokalen Währungen betrug 19 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit einem Minus von 68 Mio. Fr. ebenfalls tiefrot aus. Vor einem Jahr war es mit 140 Mio. Fr. deutlich im Plus gelegen. Positiv war dagegen mit 156 Mio. Fr. der operative Cash flow, der im Vorjahresquartal noch negativ war.

Als Grund für den scharfen Gewinnrückgang nennt Clariant eine geringe Nachfrage sowie Wertminderungen der Lagerbestände und der Einfluss einer niedrigen Kapazitätsauslastung. Der Effekt habe mit Kostensenkungen gemindert werden können.

Die laufenden Restrukturierungen des Konzerns würden mit Nachdruck vorangetrieben. Diese belasten die Rechnung 2009 wie bereits früher mitgeteilt mit 200 bis 300 Mio. Franken. Im ersten Quartal hatten sich diese Kosten auf 51 Mio. Fr. belaufen.

Clariant habe 1350 Stellen identifiziert, welche abgebaut werden sollen. Davon seien bereits 540 im Verlauf des ersten Quartals gestrichen worden. Und es werde zu einem weiteren Stellenabbau kommen, sagte Finanzchef Patrick Jany zur Finanznachrichtenagentur AWP. Es sei zwar verfrüht, über dessen Grössenordnung zu spekulieren. Der Abbau werde aber "signifikant" ausfallen.

Er sei aufgrund der getroffenen Massnahmen und der stabilisierten Nachfrage zuversichtlich, dass Clariant bereits im zweiten Quartal 2009 wieder ein positives Betriebsergebnis (EBIT) vor einmaligen Kosten ausweisen werde.

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