Chemie-Industrie

Clariant baut weitere 500 Stellen ab - 40 davon in der Schweiz

Clariant in Schweizerhalle bei Basel

Clariant in Schweizerhalle bei Basel

Die Schrumpfkur beim Chemiekonzern Clariant geht weiter. Das Baselbieter Unternehmen wird weltweit nochmals rund 500 Arbeitsplätze abbauen, wie Unternehmenssprecher Arndt Wagner zu einem Bericht des «Sonntagsblick» sagte .

In Europa würden bis Ende Jahr 200 Stellen wegfallen, davon 40 in der Schweiz und 70 in Deutschland, präzisierte Wagner. Vom Stellenabbau seien vor allem die Bereiche Verwaltung und Marketing betroffen, sagte er zur Nachrichtenagentur SDA. "Hier haben wir zu hohe Kosten."

Der Stellenabbau kommt laut Wagner nicht überraschend. "Seit Oktober vertreten wir konsistent die Botschaft, dass 2009 und 2010 Restrukturierungs-Jahre sind". Und auch ein weiterer Stellenabbau sei "nach wie vor wahrscheinlich". Wie viele Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen sind konnte Wagner nicht sagen.

Die Nachfrage sei in der gesamten chemischen Industrie dramatisch eingebrochen. Dies führe klar zu Kapazitätsanpassungen. "Wo das noch hingeht mit der Nachfrageentwicklung, ist im Moment schwer einzuschätzen".

Der im Januar angekündigte Abbau von weltweit 1350 Stellen sei weitgehend abgeschlossen. "Hier sind wir praktisch durch", sagte der Sprecher weiter.

Die Angestelltenvereinigung von Clariant Schweiz (AVCS) reagierten in einem gemeinsamen Communiqué mit der Arbeitnehmerorganisation Angestellte Schweiz besorgt auf den angekündigten Stellenabbau. Sie forderten Clariant-CEO Hariolf Kottmann auf, den Entscheid nochmals zu überdenken. Die Gewerkschaft Unia forderte, Kurzarbeit zur Überbrückung von Auftragseinbrüchen einzusetzen.

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