Der Umbau schlage an, stellte Bankchef Vikram Pandit am Montag fest. Pandit hat die Citigroup nach dem Beinahe-Kollaps in der Finanzkrise komplett neu sortiert und im Wesentlichen auf das klassische Bankgeschäft zurechtgestutzt.

Allzu risikoreiche Geschäftszweige verkaufte er oder stampfte sie gleich ganz ein. Dadurch sanken die Erträge der Bank weiter. Die Arbeiten würden so schnell wie möglich voranschreiten, sagte Pandit.

Die Citigroup hatte sich wie so viele Konkurrenten am US-Hypothekenmarkt verhoben. Ihr kommt nun zugute, dass sich die Lage bei den Krediten entspannt; viele Schuldner zahlen wieder pünktlicher. Die Citigroup musste zuletzt noch 5,9 Mrd. Dollar für faule Kredite zurücklegen - das ist der niedrigste Stand seit mehr als drei Jahren.

Die Citigroup galt einst als der Stolz der New Yorker Finanzwelt und war eines der grössten Geldhäuser der Welt. In der Finanzkrise musste der Steuerzahler die Wall-Street-Grösse aber mit insgesamt 45 Mrd. Dollar stützen und erhielt dadurch die Kontrolle über das Haus. Durch Aktienverkäufe hat sich der Anteil mittlerweile auf 12,4 Prozent reduziert.

Die Regierung hat den überwiegenden Teil des Geldes damit wieder hereingeholt. Am Ende dürfte der Staat sogar mit einem Gewinn herausgehen, weil sich der Aktienkurs merklich erholt hat. Bis die Bank wieder komplett auf eigenen Beinen stehen kann, begnügt sich Chef Pandit mit einem symbolischen Jahresgehalt von 1 Dollar.