Ein Dollar kostete 6.8026 Yuan nach 6.8262 am Freitag. Die Zentralbank hatte zum Wochenauftakt den ersten Referenzwert nach der Ankündigung vom Wochenende bei 6.8275 Yuan zum Dollar belassen.

Die Entwicklung untermauerte dennoch Erwartungen, dass die Landeswährung nach einer seit 23 Monaten andauernden und international kritisierten De-Facto-Kopplung an den Dollar tatsächlich mehr Spielraum bekommt.

Die überraschende Ankündigung der chinesischen Zentralbank vom Wochenende sorgte für Enthusiasmus an den Aktien-, Devisen- und Rohstoffmärkten. Sorgen um die europäische Schuldenkrise traten in den Hintergrund.

In Tokio schloss der Nikkei auf dem höchsten Stand seit einem Monat und durchbrach die Marke von 10'200 Punkte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 2,4 Prozent im Plus bei 10'238 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 2,02 Prozent auf 902 Punkte.

Am Samstag hatte die staatlich gelenkte Zentralbank Chinas eine schrittweise Flexibilisierung des Yuan signalisiert. Am Sonntag relativierte die Notenbank die Äusserungen aber wieder: Das Land werde seine Währung auf einem vernünftigen und grundsätzlich stabilen Niveau halten.

Experten rechnen mit einer schrittweisen Aufwertung. Der Yuan war seit knapp zwei Jahren fest an den Dollar gekoppelt. Das hat China vor allem in den USA den Vorwurf eingebracht, seine Währung im Interesse der Export-Wirtschaft künstlich niedrig zu halten.