Dies gab Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Donnerstag bei einem Staatsbesuch in Neu Delhi bekannt. Nach indischen Angaben flossen aus dem wirtschaftlich viel stärkeren Nachbarland in den vergangenen 14 Jahren insgesamt nur 411 Millionen Dollar auf den Subkontinent.

Bisher sind Indien und China eher Rivalen als Partner. Während des Zusammentreffens standen sich laut indischen Medien rund 1000 Soldaten beider Seiten an der Grenze gegenüber.

Nach Angaben der indischen Regierung verletzte China allein in diesem Jahr schon in mehr als 300 Fällen die Grenze. Modi erklärte, er sei besorgt über die Vorfälle und habe seinen Gast gebeten, die Angelegenheit zu lösen.

Die beiden asiatischen Grossmächte streiten sich seit Jahrzehnten über den Grenzverlauf sowohl in Kaschmir als auch in Arunachal Pradesh. 1962 führten sie einen kurzen Grenzkrieg im Himalaja, den Indien verlor. Xi Jinping zeigte sich zuversichtlich, dass beide Seiten die Vorfälle lösen könnten, "so dass derartige Ereignisse keine grossen Auswirkungen haben".