Handelspolitik

China prüft Einfuhr von Pouletfleisch und Autos aus den USA

Chinesische Reifen lösten den Handelsstreit aus

Chinesische Reifen lösten den Handelsstreit aus

Die Spannungen im Handel zwischen den USA und China verschärfen sich. Nach der Verhängung von amerikanischen Strafzöllen auf chinesische Reifen-Importe hat China seinerseits Ermittlungen wegen der angeblichen Ausfuhr von Hühnerfleisch und Autoteilen aus den USA zu Schleuderpreisen eingeleitet.

Das Handelsministerium wollte nicht von "Vergeltung" sprechen, sondern teilte mit, es reagiere lediglich auf Klagen heimischer Hersteller. Sie hätten kritisiert, dass die US-Waren durch "unfairen Wettbewerb" auf Chinas Markt kämen und die chinesische Industrie schädigten, wie amtliche Medien das Ministerium zitierten. Die Ermittlungen folgten den Anti-Dumping-Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).

In scharfem Ton warf das Aussenministerium in Peking den USA "ernsten Handelsprotektionismus" vor, der die wirtschaftlichen Beziehungen und eine frühe Erholung der Weltwirtschaft untergraben werde. Eine Sprecherin äusserte die "grosse Unzufriedenheit" der chinesischen Regierung. Washington missbrauche die Werkzeuge der WTO zur Lösung von Handelsproblemen.

Durch die Strafzölle bis zu 35 Prozent auf Reifen dürften 100'000 chinesische Arbeiter ihre Jobs verlieren und Chinas Reifenindustrie eine Milliarde US-Dollar an Exporten in die USA verlieren, verwies ein Kommentar der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf Expertenschätzungen.

"Es wird auf der anderen Seite in den USA keine Arbeitsplätze sichern." Vielmehr könnten in den USA 100 000 Arbeitsplätze im Import, Vertrieb und Einzelhandel von Reifen "betroffen" sein. 17 Prozent aller Reifen in den USA stammen nach US-Presseberichten inzwischen aus China.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1