Der Reingewinn kletterte im vergangenen Jahr auf den Höchstwert von 154,1 Millionen Franken, wie die Cembra Money Bank am Freitag mitteilte. Der Nettoertrag lag um 11 Prozent über dem Vorjahreswert bei 438,8 Millionen Franken.

Die Aktionäre profitieren von dem guten Geschäftsgang über eine Erhöhung der Dividende auf 3,75 Franken je Aktie nach 3,55 Franken im Vorjahr.

Steigende Privatkredite

Die Nettoforderungen der Konsumkreditbank gegenüber ihren Kunden stiegen im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf einen weiteren Höchstwert von 4,81 Milliarden Franken an. Getrieben war dies von der Vergabe von Privatkrediten - hier stiegen die Nettoforderungen gegenüber den Kunden um 6 Prozent an. Im Bereich Fahrzeugfinanzierung erhöhten sich die Nettoforderungen um 2 Prozent.

Am schnellsten legte das Kreditkartengeschäft zu, wo die Cembra Money Bank unter anderem mit der Migros die Cumulus-Karten herausgibt. Hier erhöhten sich die Nettoforderungen gar um 13 Prozent. Die Anzahl der von der Cembra Money Bank herausgegebenen Kreditkarten belief sich Ende des Jahres auf 892'000, was einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.

Wachsende Kommissionserträge

Der Zinserfolg kletterte um 9 Prozent auf 309,2 Millionen Franken. Neben den Ertragssteigerungen im Privatkredit- und Kreditkartengeschäft konnte die Bank auch von einem rückläufigen Zinsaufwand profitieren. Der Ertrag aus Kommissionen und Gebühren stieg dagegen dank der steigenden Erträge im Kreditkartengeschäft um 15 Prozent auf 129,6 Millionen Franken.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im vergangenen Jahr allerdings ebenfalls mit einem Plus von 15 Prozent auf 193,0 Millionen Franken deutlich. Das Unternehmen erhöhte im vergangenen Jahr den Personalbestand und tätigte laut Mitteilung vor allem im zweiten Halbjahr Investitionen in Technologie- und Wachstumsinitiativen. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge auf 44,0 Prozent (VJ 43,1%).

Mit den Ergebnissen hat die Bank die Erwartungen von Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt einen Betriebsertrag von 428 Millionen Franken sowie einen Gewinn von 153 Millionen erwartet. Die Dividende hatten sie im Durchschnitt bei 3,68 Franken prognostiziert.

Weitere Investitionen

Auch im laufenden Geschäftsjahr will Cembra investieren und zusätzliche Wachstumsinitiativen einleiten. Darunter fallen auch neue Angebote der 2017 übernommenen Tochtergesellschaft Swissbilling. Die Bank rechnet hierfür in den nächsten drei bis vier Jahren mit Kosten in der Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Franken.

Für 2019 geht Cembra nun unter Annahme eines unveränderten ökonomischen Umfelds von einem Ergebnis zwischen 5,40 Franken und 5,70 Franken pro Aktie (2018: 5,47 Franken) aus. Das Management erwartet, dass das anhaltende Wachstum im Kreditkartengeschäft den Rückgang des Zinsertrags im Bereich Privatkredite kompensieren wird.