Fairer Handel

Caritas-Fairtrade und Claro spannen zusammen

Ein Korb mit Lebensmitteln von Claro (Archiv)

Ein Korb mit Lebensmitteln von Claro (Archiv)

Im fairen Handel mit Gütern aus Entwicklungsländern bildet sich in der Schweiz eine grosse Allianz: Die Claro Fair Trade AG übernimmt das Fairtrade-Geschäft der Caritas. Im Gegenzug beteiligt sich das Hilfswerk mit 10 Prozent am Detailhandelsunternehmen Claro.

Damit wird Caritas grösste Aktionärin bei Claro, wie es am Mittwoch hiess. Vorbehältlich der Zustimmung des Aktionariats will Caritas auch im Claro-Verwaltungsrat Einsitz nehmen. Mit dem Zusammengehen bildet sich ein Detail- und Grosshandelsunternehmen mit einem Umsatz von jährlich rund 22,5 Mio. Franken. 18 Mio. Fr. davon stammen von Claro.

Die in Orpund BE ansässige Firma unterhält 100 Läden und beliefert über 500 Fachgeschäfte wie etwa Weltläden und Reformhäuser. Hinzu kommen ein Online-Shop und die Versorgung von weltweiten Organisationen und Handelsketten des fairen Handels insbesondere mit Schokolade, Reis und Trockenfrüchten.

2011 sank der Umsatz von Claro um rund 10 Prozent, weil das Unternehmen weniger exportieren konnte. Der Onlinehandel wuchs indessen. Das Claro-Sortiment umfasst neben Lebensmitteln Kunsthandwerk und lebensmittelnahe Produkte.

Die Caritas betreibt ihre Läden unter dem Namen Unica und erreicht mit ihnen einen Jahresumsatz von 4,5 Mio. Franken. Sie verkauft in den Geschäften in Zürich, Basel, Luzern und Altdorf vor allem Textilien, Modeartikel, Lederwaren und Lebensmittel.

Synergiegewinne erwartet

Ratifiziert der Caritas-Vorstand am 23. November den Antrag seines Präsidiums, gehen diese Aktivitäten auf den 1. Januar 2013 an Claro über. Die Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften wuchs nach Caritas-Angaben bereits in den vergangenen Jahren. So kaufte Claro beim Caritas-Grosshandel Accessoires und Lederwaren ein.

Das Unternehmen und das Hilfswerk erwarten von der Übernahme Synergiegewinne. Das Sortiment von Claro wird beim Kunsthandwerk gestärkt und um Textilien erweitert. Zudem stärkt Claro mit der Übernahme der Unica-Läden das Direktkundengeschäft. Arbeitsplätze gehen durch den Zusammenschluss nicht verloren.

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