Wirtschaft

Calida macht im ersten Halbjahr mehr Umsatz

Die Textilherstellerin Calida aus Sursee hat sich in einem rückläufigen Markt gut geschlagen und ist im ersten Halbjahr 2019 erneut gewachsen. Das Betriebsergebnis stieg um 15 Prozent.

Der Umsatz von Calida belief sich in den ersten sechs Monaten von 2019 auf 196,6 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs 4,0 Prozent. Im Grosshandel betrug das währungsbereinigte Plus 1,9 Prozent, im Retail- und Outlet-Geschäft 2,8 Prozent und im E-Commerce gar 21 Prozent.

Das operative Betriebsergebnis (Ebit) lag mit 6,3 Millionen Franken rund 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Demgegenüber lag der Reingewinn mit 3,5 Millionen rund 17 Prozent unter dem Vorjahr, dies ist jedoch währungsbedingt.

Calida-CEO Reiner Pichler ist mit den Zahlen zufrieden: «Es ist sehr erfreulich, dass wir besser performen als der Markt und die Mitbewerber, und dass wir Martkanteile gewinnen.» Zum Plus im Onlinebereich sagt er auf Anfrage: «Auch hier ist es so, dass die Zuwachsraten stark sind, wir aber fast doppelt so schnell wachsen wie der Markt. Und wir haben bereits ein anständiges Niveau, wir stehen aktuell bei gut 12 Prozent des Gesamtumsatzes.» Im Dezember hatte Calida den ersten Digitalchef der Firmengeschichte engagiert.

Erwartungen der Analysten erfüllt

Die Kennzahlen zeigten, dass das operative Geschäft stark und die finanzielle Lage des Unternehmens robust seien, heisst es im Halbjahresbericht von Calida. Der Konzern habe auch 2019 bewiesen, dass er deutlich besser als der Markt die anhaltenden Veränderungen antizipieren und darauf reagieren könne.

Die Erwartungen der Marktbeobachter wurden erfüllt. Calida liegt beim Umsatz und Betriebsergebnis etwas über den Erwartungen der Analysten, beim Reingewinn etwa in der Mitte der geschätzten Werte.

Die substanziellen Investitionen der vergangenen Jahre hätten sich in profitablem Neugeschäft niedergeschlagen, teilte Calida mit. Alle Marken und sämtliche Verkaufskanäle hätten den Umsatz und Ertrag gesteigert, streicht CEO Pichler heraus.

Bei der Marke Calida wurden die Verkaufsflächen gezielt weiterentwickelt. Die Luxus-Lingerie-Marke Aubade habe weltweit immer mehr renommierte Warenhäuser und Fachgeschäfte gewinnen können, teilte das Unternehmen mit.

Die Millet Mountain Group mit den Marken Millet, Lafuma und Eider, ist sowohl im Heimatmarkt Frankreich als auch International gewachsen, wie Calida weiter meldete. Zudem gehört noch Lafuma Mobilier und die Surf- und Lifestylemarke Oxbow zur Calida-Gruppe.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Calida damit, in rückläufigen Märkten ihre Marktanteile weiter auszubauen. Die klare Positionierung der einzelnen Marken und die laufende Investition soll sich in einer Erhöhung der währungsbereinigten Umsätze niederschlagen.

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