Nahrungsmittel

Bussen gegen Babymilch-Hersteller wegen Preisabsprachen in China

Trinkendes Baby am Mittwoch in einem Einkaufszentrum in Peking

Trinkendes Baby am Mittwoch in einem Einkaufszentrum in Peking

Wegen Preisabsprachen bei Babymilchpulver haben die chinesischen Behörden Bussgelder gegen sechs Herstellerfirmen verhängt. Insgesamt 108 Mio. Dollar müssen die mehrheitlich ausländischen Unternehmen zahlen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch meldete.

Gebüsst würden die US-amerikanischen Firmen Mead Johnson und Abbott, Dumex - eine Tochter des französischen Konzerns Danone -, die niederländische Firma Friesland, der neuseeländische Konzern Fonterra sowie die chinesische Firma Biostime, berichtete Xinhua unter Berufung auf die chinesische Entwicklungs- und Reformkommission.

Nicht betroffen ist der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé, gegen dessen Tochterfirma Wyeth Nutrition ebenfalls ermittelt worden war. Wyeth Nutrition habe in der Sache mit den chinesischen Behörden eng zusammengearbeitet, teilte Nestlé auf Anfrage mit. Als Reaktion auf die Ermittlungen hatte das Unternehmen Anfang Juli die Preise für Babynahrungsprodukte gesenkt.

Mead Johnson muss nach eigenen Angaben 204 Mio. Yuan (rund 31 Mio. Fr.) zahlen. Die Firma Biostime erklärte, ihr Bussgeld betrage 163 Mio. Yuan.

Fonterra muss nach eigenen Angaben wegen der Preisabsprachen 4,5 Mio. Yuan zahlen. Der neuseeländische Molkereikonzern steht derzeit im Zentrum eines Skandals um mit giftigen Bakterien verunreinigte Produkte.

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