Dies teilte die BA am Mittwoch mit. Die beschlagnahmten Gelder könnten dabei aus mutmasslich unrechtmässigen Vorgängen im usbekischen Telekommunikationsmarkt stammen. Anfänglich richteten sich die Ermittlungen der BA gegen vier usbekische Staatsangehörige mit persönlichen und wirtschaftlichen Verbindungen zur Präsidententochter.

Zwei von ihnen wurden im Sommer 2012 in Genf verhaftet und Mitte Oktober 2012 gegen Kaution wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Bis im vergangenen Sommer besass Karimowa als ständige Vertreterin Usbekistans bei der UNO in Genf diplomatische Immunität.

Im August letzten Jahres durchsuchte die BA die Villa Karimowas in Genf. Die Strafuntersuchung sei dann im September vergangen Jahres auf die Präsidententochter ausgeweitet worden, hiess es.

Die Bundesanwaltschaft arbeite für die Ermittlungen insbesondere mit Schweden und Frankreich zusammen. In Frankreich kam es im Sommer 2013 zu mehren Hausdurchsuchungen.

Nach Medienangaben ist auch der schwedische Telefonanbieter Telia Sonera involviert. Anfang Februar trat der bisherige Sonera-Konzernchef Lars Nyberg nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts zu Korruptionsvorwürfen zurück.