Orescharski war am Sonntag mit US-Senatoren in der Hauptstadt Sofia zusammen getroffen. Nach neuen Konsultationen mit der Europäischen Union solle über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Hintergrund der Entscheidung sind der Konflikt in der Ukraine und die in diesem Zusammenhang verhängten EU- und US-Sanktionen gegen Moskau. Die EU forderte Bulgarien in der vergangenen Woche auf, die Arbeiten zum Bau der Pipeline, mit der die Ukraine umgangen werden soll, vorerst zu stoppen.

Die USA kritisierten insbesondere, dass Bulgarien ein russisches Konsortium ausgewählt hatte, um den Teilabschnitt der Leitung durch das Land zu bauen.

Die rund 2400 Kilometer lange South-Stream-Pipeline soll unter Führung des russischen Energieriesen Gazprom gebaut werden. Sie soll von Russland aus durch das Schwarze Meer laufen und im EU-Mitgliedstaat Bulgarien wieder auf Land treffen. Von dort soll gemäss Planung eine Leitung über Griechenland nach Italien und eine zweite Leitung über Serbien, Ungarn und Slowenien nach Österreich führen. Die Ukraine würde damit als Transitland für Gas umgangen.