BDP-Nationalrat Hans Grunder will in der Frühlingssession die Aufhebung der Mehrwertsteuer für Tourismus und Gastronomie fordern. Diese Massnahme würde für den Staat Steuerausfälle in der Höhe von 800 Millionen Franken bedeuten. Eingespart werden sollen die Steuerausfälle mit einer Plafonierung der Personalkosten in der öffentlichen Hand.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) signalisiert, dass auch im Rahmen der Unternehmenssteuerreform III weitere Entlastungsmassnahmen möglich sind. Zudem sollen Regulierungen abgebaut werden. SVP-Präsident Toni Brunner fordert gar einen generellen Anstellungsstopp beim Staat.

Zudem sollen «verzerrende Vorteile der öffentlichen Hand auf dem Arbeitsmarkt» wie Vaterschaftsurlaube, Ferien- und Freizeitregelungen, Pensionskassenleistungen abgebaut werden und auf Projekte wie die Lohnpolizei für die Lohngleichheit von Mann und Frau und die Frauenquote in Verwaltungsräten von börsenkotierten Unternehmen verzichtet werden.

Auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) lanciert eine weitere Idee zur Unterstützung der Wirtschaft. Er sorgt sich um den Einkaufstourismus. Ein Mittel dagegen könnten längere Ladenöffnungszeiten sein, sagt er zur «Schweiz am Sonntag»: «Damit setzen wir ein Signal an die Konsumenten, dass sie hierzulande einkaufen sollen.»