Preisvergleich

Bücher, CDs, DVDs: Die Preisunterschiede sind riesig

Wer seine Weihnachtsgeschenke am falschen Ort kauft, zahlt viel zu viel. Die az zeigt, wo es am meisten Buch, Film und Musik gibt fürs Geld.

Knapp über 300 Franken geben die Schweizerinnen und Schweizer dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke aus. Am häufigsten verschenken sie Gutscheine oder Bargeld, gefolgt von Büchern, CDs und Filmen auf DVD.

Während Schenkende bei Gutscheinen und Geld nichts falsch machen können, ist bei Büchern, CDs und DVDs die Gefahr gross, dass sie zu viel ausgeben. Viel zu viel.

Vergleich in Sekundenschnelle

Um das zu vermeiden, ist ein Besuch bei billigbuch.ch Gold wert. Die Website von «buch.ch»-Gründer Alexander Schneebeli aus Winterthur vergleicht in Sekundenschnelle die Preise von rund 20 Online-Händlern – für Bücher, CDs und DVDs. Der az-Preisvergleich von je fünf zufällig ausgewählten CDs, Büchern und DVDs mithilfe von billigbuch.ch zeigt Erstaunliches:

Wer konsequent beim günstigsten Anbieter bestellt, spart im Durchschnitt fast 50 Prozent verglichen mit dem teuersten Internet-Shop. Oft ist der teuerste Laden mehr als doppelt so teuer wie der Discount-Anbieter.

Die Preisunterschiede sind bei Filmen auf DVD besonders gross. Der Kino-Hit «Up in the Air» mit George Clooney zum Beispiel kostet bei der Orell-Füssli-Tochter Storyworld Fr.14.15. Im Shop des Berner Verlages Huber&Lang kostet die gleiche Scheibe Fr. 43.90 – dreimal mehr.

Der weltweite Marktführer Amazon ist für Schweizer Kunden nur bei DVDs und CDs interessant. Bei Büchern haben Storyworld, Exlibris und Weltbild Amazon preislich den Rang abgelaufen.

Zudem hat der Amazon-Shop, der Schweizer Kunden aus Deutschland beliefert, das Problem unberechenbarer Lieferzeiten. Mal ist die CD drei oder vier Tage nach der Auslieferung im Briefkasten, mal dauert es bis zwei Wochen.

Die Differenzen bleiben riesig

Einmal billig heisst nicht immer billig. Während Weltbild in der az-Stichprobe oft gute Preise zeigt, ist der Laden bei der «Desperate Housewives»-DVD der teuerste Anbieter. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Das Sortiment ist allen verglichenen Läden ähnlich gross. Das bei Büchern oft gehört Argument, Preisbrecher würden nur wenige Bestseller günstig verkaufen, geht ins Leere.

Die Preisunterschiede kommen nicht deswegen zustande, weil gewisse Shop Versandspesen kassieren und andere gratis liefern. Auch ohne Berücksichtigung solcher Zusatzkosten bleiben die Differenzen riesig.

Die Preisdifferenzen gibt es bei aktuellen Titeln, die weit vorn in den jeweiligen Bestseller-Listen oder Charts sind. Aber es gibt sie auch bei alten, wenig populären Produkten. Und sie sind in diesem Bereich nur wenig kleiner als bei den Top-Titeln.

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