Dass 2015 für Bucher kein gutes Jahr werden würde, hatte sich bereits abgezeichnet: Die Zahlen in den Quartalsberichte waren rückläufig. Der starke Franken und die sinkenden Getreidepreise machten dem Unternehmen zu schaffen. Dies zeigt sich nun auch in den Jahreszahlen, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

Der Umsatz des Konzerns sank im letzten Jahr um 11,2 Prozent auf noch 2,49 Milliarden Franken. Ein grosser Teil des Rückgangs ist zwar durch Währungseffekte bedingt. Aber auch ohne diese wäre der Umsatz noch um 4,4 Prozent geschrumpft.

Alle Sparten des Unternehmens erzielten weniger Umsatz. Besonders schlecht lief es indes für die wichtigste Division, die Kuhn Group, die Landmaschinen herstellt. Der Umsatz dieser Sparte sank um 15,3 Prozent auf 1,07 Milliarden Franken. Ohne Währungseffekte hätte es einen Rückgang von 7,5 Prozent gegeben.

Die sinkenden Preise im Ackerbau und in der Milchwirtschaft hätten die Einkommen der Landwirte deutlich geschmälert, heisst es in der Mitteilung von Bucher. Das habe deren Investitionsbereitschaft markant geschmälert.

Besser hielt sich die Sparte Municipial, die Reinigungs- und Scheeräumungsfahrzeuge herstellt. Sie verzeichnete allerdings ebenfalls einen Umsatzrückgang, da die Stadt Moskau im vergangenen Jahr weniger Kehrfahrzeuge bestellt hatte als im Vorjahr.

Die Gewinnzahlen für 2015 wird Bucher erst später bekanntgeben. Der Konzern rechnet mit einem rückläufigen Betriebs- und Konzernergebnis.