Maschinenindustrie

Bucher bekommt Folgen der Pandemie im Quartal stark zu spüren

Auch die Firma Bucher spürt die Corona-Pandemie (Archivbild).

Auch die Firma Bucher spürt die Corona-Pandemie (Archivbild).

Die Industriegruppe Bucher hat die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im ersten Quartal stark zu spüren bekommen. Der Auftragseingang und der Umsatz entwickelten sich deutlich rückläufig.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen daher mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Sah Bucher zu Beginn des ersten Quartals noch eine "insgesamt solide" Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen, so führten die weltweiten Massnahmen wegen der Coronapandemie in der Folge zu Verzögerungen und Unterbrüchen in der Lieferkette, teilte Bucher am Dienstag mit.

Zudem kam es Ausfällen von Mitarbeitenden sowie einer reduzierten Kundenaktivität. In der Folge fuhr Bucher die Produktion an mehreren Standorten zurück.

Insgesamt verringerte sich der Auftragseingang der Gruppe, die unter anderem Kommunalfahrzeuge für die Reinigung von Strassen und Maschinen für die Landwirtschaft herstellt, im Vergleich zum Vorquartal um 10,3 Prozent auf 668 Millionen Franken, wobei dabei auch noch Wechselkurseffekte mitspielten. Der Umsatz ging mit einem Minus von 14,9 Prozent auf 702 Millionen Franken noch deutlicher zurück.

Massnahmen initiiert

Die Gruppe habe allerdings zur Sicherstellung der Liquidität und der Rentabilität Massnahmen initiiert, heisst es weiter. So baute der Konzern seine Kreditlinien um 140 Millionen auf 300 Millionen Franken aus. Zudem habe er "diverse Kostensparprogramme" implementiert und die Kapazitäten an die tieferen Produktionsvolumen angepasst. 887 der weltweit 13'163 Vollzeitstellen waren per Ende März in Kurzarbeit.

Deutlicher Umsatzrückgang im Gesamtjahr

Insgesamt rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr derzeit mit einem deutlichen Umsatzrückgang. Dank einer "flexiblen Kostenstruktur" wirddas aber nicht voll aufs Ergebnis durchsclagen, wie aus dem Schreiben von Bucher hervorgeht. Das Konzernergebnis werde weiterhin positiv sein, aber "markant tiefer als im Vorjahr ausfallen", hiess es.

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