Für 2018 sei nur mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,2 Prozent zu rechnen, für 2019 dann von 1,3 Prozent, prognostizierte die Wirtschaftsvereinigung am heutigen Dienstag. Das wären die zwei schwächsten Jahre seit der Rezession nach der Weltwirtschaftskrise vor einem Jahrzehnt.

Viele Unternehmen investierten momentan kaum noch, weil unklar sei, wie sich das Verhältnis Grossbritanniens zur EU künftig gestalte. Das Land will Ende März 2019 aus der Europäischen Union austreten. Die Schwäche des Pfund heize zudem die Inflation an, was die Kaufkraft der Verbraucher schmälere.

Premierministerin Theresa May hat sich mit der EU mühsam auf die Details des Scheindungsvertrags geeinigt. Im Londoner Parlament hat sie dafür aber keine Mehrheit, steht auch parteiintern enorm unter Druck. Die Wirtschaft fürchtet deswegen einen ungeordneten Brexit.