Banken

Britische Banken sollen Millionengehälter offenlegen

Britische Banken sollen künftig die Millionengehälter ihrer führenden Angestellten offenlegen und Boni erst nach drei bis fünf Jahren auszahlen. Dies sind Empfehlungen einer Regierungskommission zur Reform der Finanzmärkte, die ihre Ergebnisse vorstellte.

Betroffen seien Mitarbeiter mit einem Jahresgehalt ab einer Million Pfund, hiess es in dem Bericht. Die Namen dieser Manager müssten aber nicht genannt werden, sagte der Berichterstatter der Kommission, Sir David Walker. Er ist der frühere Auslandchef der US-Bank Morgan Stanley.

Die Institute sollen ab 2010 nicht nur die Zahl der Top-Verdiener veröffentlichen, sondern auch, wie sich deren Gehalt aus Festgehalt, Boni, Aktienoptionen und Pensionsansprüchen zusammensetzt. Zudem müssen die Verwaltungsratsvorsitzenden der Banken jedes Jahr neu gewählt werden, nicht wie bisher alle drei Jahre.

Von den empfohlenen Vorschriften sind auch britische Tochtergesellschaften ausländischer Banken und Finanzfirmen betroffen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Walker, Ziel seiner Vorschläge sei nicht, die öffentliche Aufregung über die Bankergehälter zu dämpfen. Vielmehr solle verhindert werden, dass die Institute mit ihren Vergütungen Anreize für Geschäfte mit überhöhten Risiken geben.

Der britische Finanzminister Alistair Darling hat versprochen, die Empfehlungen der Kommission rasch umzusetzen. Einige sind bereits Teil der in der vergangenen Woche vorgestellten geplanten Gesetze der Regierung zur Finanzmarktreform.

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