Währungsfonds

Brasilien will für zehn Milliarden Dollar IWF-Anleihen kaufen

Guido Mantega (Archiv)

Guido Mantega (Archiv)

Nach Russland und China hat auch Brasilien angekündigt, Schuldscheine des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu kaufen. Die brasilianische Regierung wolle bis zu zehn Milliarden Dollar in die neuen IWF-Papiere investieren, sagte Finanzminister Guido Mantega.

Sein Land wolle durch die Investition die Mittel der Finanzinstitution aufstocken, mit denen der IWF Entwicklungsländer unterstützt, die durch die Folgen der weltweiten Finanzkrise in Bedrängnis geraten sind. Es sei das erste Mal, dass Brasilien Geld an den IWF gebe, sagte Mantega.

Bislang zählte Brasilien zu den Ländern, die durch die Finanzinstitution unterstützt wurden. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn begrüsste das Vorhaben Brasiliens. Das Land beweise damit erneut seine Rolle als aufsteigende Wirtschaftsnation.

Der IWF bereitet derzeit die Ausgabe von Schuldverschreibungen vor. Bislang haben bereits Russland und China angekündigt, bis zu zehn beziehungsweise bis zu 50 Milliarden Dollar in die Anleihen investieren zu wollen.

Der IWF überwacht als UNO-Sonderorganisation das internationale Währungssystem; gerät einer der 185 Mitgliedstaaten in Zahlungsschwierigkeiten, kann er beim IWF finanzielle Hilfe beantragen. Infolge der Finanzkrise hatten mehrere Länder den IWF um Unterstützung gebeten.

Um der Finanzinstitution dabei mehr Handlungsspielraum zu verschaffen, hatten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) an ihrem Gipfel im April in London beschlossen, den IWF mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 500 Milliarden Dollar zu stärken.

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