Den Betrag, den Brasilien von den USA verlangen kann, legte das WTO-Gremium jedoch nicht fest. Die Experten schlagen eine komplexe Formel vor, die jedes Jahr neu berechnet werden soll.

Da die US-Subventionen nach wie vor gegen die Regeln der Welthandelsorganisation verstossen, steht Brasilien der Weg offen, um Entschädigungen einzufordern.

Zuletzt hatte Brasilien am 2. März gefordert, mit 2,5 Mrd. Dollar für die Nachteile entschädigt zu werden, die dem Land zwischen 1998 und 2002 aufgrund der Hilfen für amerikanische Baumwollhersteller entstanden sind. Von amerikanischer Seite war lediglich von 20 Mio. bis 30 Mio. Dollar die Rede.

Auch arme Baumwollanbau-Nationen in Westafrika dringen auf eine Einigung bei den Subventionen in den Verhandlungen bei der WTO-Doha-Runde. Sie verlangen echten Wettbewerb mit den USA, die für einen grossen Teil aller Baumwoll-Exporte weltweit verantwortlich sind.