Grund für den Rückgang sei nicht nur die sinkende Nachfrage, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Kunden hätten zudem ihre Lagerbestände reduziert, was zusätzlich auf die Absätze drückte. Auch Preisermässigungen im Zusammenhang mit rückläufigen Rohstoffkosten hätten die Ergebnisse beeinflusst.

Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel im Vergleich zum Vorjahr um 72,0 Prozent auf 7,7 Mio. Franken. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 5,6 Mio. Franken, was einem Einbruch von 74,5 Prozent entspricht.

Dank eines Kostensenkungsprogramms habe Bossard den historischen Nachfrageschwund teilweise auffangen können, heisst es weiter. Neben der Einführung von Kurzarbeit reduzierte das Unternehmen unter anderem die Anzahl der Mitarbeitenden. Per Ende Juni arbeiteten weltweit noch 1451 Personen für Bossard. Das sind 15 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Zwar habe sich der Umsatz in den letzten Monaten auf tiefem Niveau stabilisiert. Dennoch rechnet Bossard nicht mit einer schnellen Kehrtwende. Wegen saisonaler Einflüsse während der Sommermonate und zum Jahresende könnte das Ergebnis im zweiten Semster sogar noch schlechter ausfallen.