Borregaard

Borregaard-Mitarbeiter zeigen sich loyal

Borregaard informierte über die Umsetzung des Sozialplans

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Borregaard informierte über die Umsetzung des Sozialplans

Borregaard informiert über die Umsetzung des Sozialplans.

Fünf Monate ist es her, als sich die Sozialpartner im Zuge der Schliessung der Borregaard-Zellstoff-Fabrik auf einen Sozialplan geeinigt haben. Dieser umfasst Leistungen der Firma von über 20 Mio. Franken.

Die Gewerkschaft Unia bezeichnete den Sozialplan als «fair und grosszügig», hielt aber an ihrer Klage wegen Verletzung der Konsultationsfrist fest. Borregaard forderte daraufhin die Mitarbeiter auf, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben. Ansonsten gebe es keine Abgangsentschädigung.

Wie die Firma nun mitteilt, hätten bis bis Ende März fast alle der ausgetretenen Mitarbeitenden diese Verzichtserklärung unterschrieben. «Ihnen allen wurden darauf umgehend die Abgangsentschädigungen ausbezahlt.» Diese sieht zwei bis bis fünf Monatslöhne vor.

Borregaard hält ferner fest: «Wir sahen uns gezwungen, die Mitarbeitenden zur Kooperation aufzurufen, um uns vor weiter gehenden Forderungen zu schützen.» Unterschiedliche Auffassungen gibt es auch bei der Umsetzung der Vorruhestandsregelung. Der Sozialplan sieht Frühpensionierungen ab 59 (Frauen) und ab 60 Jahren (Männer) vor.

«Auch hier haben sich fast alle Betroffenen für die Umsetzung entschieden, wie wir sie eingeleitet haben», schreibt die Firma. Sprich: 40 Mitarbeiter müssen zuerst zwei Jahre Arbeitslosengelder bezogen haben, bevor sie vorzeitig pensioniert werden.

Borregaard ist der Ansicht, sich «fair zu verhalten». Sollten Klagen der Unia oder von Mitarbeitern erstinstanzlich gutgeheissen werden, würde der Weiterzug an übergeordnete Instanzen ernsthaft geprüft.

70 Prozent haben eine Anschlusslösung

Wie die Firma weiter mitteilt, konnte für rund 310 von 440 Mitarbeitern eine Lösung gefunden werden. Dabei seien alle Kategorien von Lösungen mitberücksichtigt: neue Arbeitsstellen, Weiterbeschäftigung bei Borregaard, Vorruhestand und Frühpensionierung. Ebenso inbegriffen sind die 45 Lehrlinge, welche alle eine Anschlusslösung gefunden haben.

«Insbesondere das von uns eingerichtete Jobcenter hat während sechs Monaten erfolgreich gearbeitet», so Borregaard. Denn: In den Wintermonaten sei es generell schwieriger, Stellen zu vermitteln. Vor allem aber schlägt die Wirtschaftskrise voll durch. Viele Betriebe mussten Kurzarbeit anmelden oder einführen, andere verhängten einen Stellenstopp.

Laut Jobcenter-Leiter Hans Kuriger wäre die Bilanz noch besser ausgefallen, wenn alle die ihnen angeboten Stellen angetreten hätten. «Rund 20 Personen verzichteten trotz eines konkreten Angebotes aus verschiedenen Gründen auf einen Stellenantritt», schreibt Borregaard.

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