Fahrrad-Markt

Boom bei Elektrovelos hat 2013 etwas nachgelassen

Elektrobike-Fahrerin in Zürich (Archiv)

Elektrobike-Fahrerin in Zürich (Archiv)

Das schlechte Frühlingswetter hat vergangenes Jahr die Nachfrage nach Velos gebremst. Total wurden 330'313 neue Fahrräder abgesetzt, das sind 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Boom bei den Elektrovelos liess vorerst nach.

Der Verkauf von E-Bikes nahm gegenüber dem Rekord von 2012 um 6,7 Prozent auf 49'362 Stück ab. Das Konzept eines Elektro-Antriebs in Verbindung mit Pedelkraft geniesse aber weiterhin eine hohe Akzeptanz, schreibt die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen (SFZ) in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Jahresbilanz.

Jedes siebte in der Schweiz verkaufte Velo sei ein E-Bike. Total fahren auf Schweizer Strassen heute rund 230'000 Elektrovelos, in zehn Jahren werden es laut der Fachstelle über 500'000 sein.

Weniger gefragt waren im letzten Jahr Elektrovelos mit langsameren Motoren (25 km/h-Modelle). Demgegenüber wurden von den E-Bikes der Kategorie bis 45 km/h 15'153 Stück abgesetzt, 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit entfiel jedes dritte E-Bike auf die schnelle Kategorie.

Trend zu 29-Zoll-Rädern

Ein anderer Trend waren laut der Fachstelle die Zunahme von Geländevelos mit grossen Rädern: Von den seit 2012 erhältlichen Mountainbikes mit 29-Zoll-Rädern wurden 23'479 Stück verkauft, fast doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 2,2 Prozent weniger Mountainbikes und 1,4 Prozent weniger Citybikes verkauft.

Bei den Rennvelos blieben die Verkäufe fast gleich hoch auf über 16'000 Stück. Der Wettereinfluss auf diese Kategorie ist laut den Angaben kleiner, weil die meisten Rennräder nicht spontan gekauft, sondern bereits vor der Saison bestellt werden.

Für das laufende Jahr zeigt sich die Branche zuversichtlich. "Die Chancen stehen gut, dass sich Petrus im Frühling 2014 als gnädiger Wettermacher zeigen und der Zweiradbranche eine bessere Ausgangslage bereiten wird als 2013", schreibt die SFZ.

Zudem sprächen das aktuell ausgabefreudige Konsumentenverhalten, der hohe Stellenwert des Velos in der Freizeit und die steigende Verkehrsdichte in Städten und Agglomerationen für das Fahrrad. Eine konkrete Prognose für die Absatzentwicklung machte die Fachstelle jedoch nicht.

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