Die Anlage ein paar hundert Meter westlich des Berner Hauptbahnhofs muss in den Jahren nach 2020 Gleisausbauten Platz machen. Zur Diskussion steht nun ein Ersatzneubau im Raum Bern, wie die "SonntagsZeitung" berichtet und wie es von der BLS am Sonntag in einer Medienmitteilung bestätigt wird.

Falls sich der BLS-Verwaltungsrat für diese Option entscheiden sollte, könnte dies Auswirkungen auf die übrigen drei BLS-Werkstätten in Bönigen, Spiez und Oberburg haben. "Im Fall eines Neubaus müsste die Auswirkung auf die übrigen drei Standorte (...) geprüft werden", schreibt die BLS.

Züge weiterhin selbst warten

Zurzeit sei aber einzig entschieden, dass die BLS weiterhin selber ihre Züge warten wolle. Weitere Entscheide - hinsichtlich allfälligem Ersatzneubau in Bern und der Zukunft der Werkstätten im Berner Oberland und bei Burgdorf - lägen nicht vor.

Es gehe nicht um einen Schliessungsentscheid, und Entlassungen seien keine geplant, hiess es. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten werde die Neuorganisation der BLS-Werkstätten ohnehin erst zwischen 2020 und 2020 umgesetzt. Sobald dazu Entscheide vorlägen, werde informiert.

BLS-Sprecherin Stephanie Hofer ergänzte auf Anfrage, die Überlegungen hinsichtlich Zukunft der BLS-Werkstätten zielten auch auf mehr Effizienz und Synergien ab. Insgesamt 350 Personen arbeiten für die BLS in den vier Werkstätten.

Die "SonntagsZeitung" stützte ihren Artikel auf ein internes BLS-Papier. Die BLS hat deswegen eine Untersuchung wegen der Weitergabe von vertraulichen Geschäftsakten eingeleitet.