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BKB glänzt mit einem ganz starken ersten Semester

Glänzendes Ergebnis: Hauptsitz der BKB in Basel.

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Glänzendes Ergebnis: Hauptsitz der BKB in Basel.

Die Basler Kantonalbank (BKB) präsentiert den besten je erzielten Halbjahresgewinn.

Markus Vogt

«Im ersten Semester ist es rundum gut gelaufen», erklärte BKB-Direktionspräsident Hans Rudolf Matter gestern gegenüber der bz. Die Bank und mit ihr der Konzern, zu dem auch die Bank Coop gehört, werde darum sicher ein gutes Jahr haben.

Die BKB steigerte im ersten Halbjahr den Bruttogewinn um 23,5 Prozent auf 177 Millionen Franken - neuer Rekord. Der Vorjahreswert wird damit um 33,7 Millionen Franken übertroffen. Die Cost-Income-Ratio, eine Kennzahl, welche das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen wiedergibt, liegt bei 34,8 Prozent. Der Gewinn im ersten Semester beträgt 45,1 Millionen Franken und liegt 20,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Im Zinsengeschäft verzeichnete die Bank eine Zunahme um 6,6 Prozent, der Ertrag aus dem Kommissionsgeschäft liegt mit -1,4 Prozent knapp unter dem Vorjahr. Das Handelsgeschäft hingegen entwickelte sich geradezu sensationell mit 72,2 Millionen, also 64,2 Prozent über dem Vorjahr.

Die Chancen im Markt genutzt

Die Zunahme im Handelsgeschäft habe man in der Bank «in diesem Ausmass nicht erwartet», kommentierte Hans Rudolf Matter. Er führt den Erfolg in erster Linie darauf zurück, dass in der Bank sehr gut gearbeitet worden sei. «Bei den Devisen und Zinsen wurden die Chancen im Markt optimal genutzt», stellte Matter fest.

Im Zinsengeschäft resultierte eine Zunahme um 6,6 Prozent, der Erfolg beläuft sich auf 120,9 Millionen Franken. Der Margendruck im Hypothekargeschäft, den auch die BKB spüre, konnte dank einer beträchtlichen Volumenausweitung mehr als kompensiert werden. «Die BKB hat bei den Ausleihungen nicht nur Hypotheken, wie das bei vielen anderen Banken der Fall ist», erklärt Matter dazu. Die BKB habe ein grosses Firmenkundengeschäft, sie habe bei unverändert konservativer Kreditpolitik schön wachsen können. Die Kundenausleihungen wurden um 900 Millionen Franken gesteigert, die Bilanzsumme stieg um 777,7 Millionen oder 4 Prozent auf 20,2 Milliarden - die 20-Milliarden-Grenze wurde damit erstmals überschritten.

Nochmals mehr Kundengelder

Nochmals angestiegen ist das Kundenvermögen, auf insgesamt 29,3 Milliarden Franken. Im ersten Semester floss der BKB Netto-Neugeld von 1,3 Milliarden Franken zu. Das sei einerseits eine starke Akquisitionsleistung, andererseits zeige dies das ungebrochene Vertrauen in die Basler Kantonalbank. Der Vermögenszufluss werde nun allerdings allmählich abnehmen, glaubt Matter. Das Ziel der BKB sei es, die Neukunden zu begeistern und die neuen Gelder bei der BKB zu behalten.

Für das zweite Halbjahr zeigt sich Hans Rudolf Matter optimistisch. Der eingeschlagene Weg habe sich bewährt, ebenso die sehr konservative Risikopolitik. Dies werde sich auch in der zweiten Jahreshälfte auszahlen, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie im ersten Semester. Dies vor dem Hintergrund, dass die Binnenwirtschaft der Schweiz eine deutliche Abkühlung erfahren werde. «Die Aussichten für die Schweizer Realwirtschaft sind nicht gut. Dies drückt auf den Konsum, und es wird mehr Arbeitslose geben», sagt Matter.

Als positiv wertet er schliesslich, dass die BKB von einer anderen Bank ein Fünfer-Team übernehmen konnte, das den Private-Standort Zürich der BKB ab August verstärken wird, und den kürzlichen Zukauf der Privatbank AAM, welche gut in den Konzern passe. So lasse sich der Bereich Private Banking substanziell weiter ausbauen.

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