Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten 2017 von 6,8 Millionen in der Vorjahresperiode auf 3,1 Millionen Franken, wie die Firma aus Schlieren am Donnerstag mitteilte. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen von 7,5 Millionen Franken auf 8 Millionen Franken.

Der Betriebsverlust erhöhte sich von 2,2 auf 6,7 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 7,6 Millionen Franken nach 4,2 Millionen im Vorjahr.

Die Verluste kann sich Molecular Partners derzeit noch gut leisten. Die liquiden Mittel per Ende März beziffert das Unternehmen auf 169,2 Millionen Franken nach 205,9 Millionen Franken vor einem Jahr.

Fortschritte bei Medikamenten

Die Biotech-Firma geht davon aus, dass in den kommenden Wochen die Zulassung für eine Phase-II-Studie mit dem Knochenmarkkrebs-Medikament MP0250 in Polen und Italien erteilt wird. In der Studie soll der Kandidat in Kombination mit dem gängigen Behandlungsstandard zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt werden.

Der Antrag für die Phase-II-Studie wurde von den deutschen Gesundheitsbehörden bereits zugelassen. Erste Patienten würden in den nächsten Monaten erwartet.

Weiter fortgeschritten ist Abiciar, ein Mittel gegen die Augenkrankheit Feuchte Makuladegeneration, das frühestens 2020 auf den Markt kommt. Die Phase-III-Studie soll im zweiten Halbjahr 2017 starten.

In den klinischen Phasen wird ein Medikament auf seine Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit geprüft. Voraussetzung für eine Zulassung ist, dass die Wirksamkeit in der Phase III nachgewiesen werden konnte.