Luftverkehr

Billigflieger Easyjet transportiert deutlich mehr Passagiere

Flugzeug der Fluggessellschaft Easy Jet (Archiv)

Flugzeug der Fluggessellschaft Easy Jet (Archiv)

Der britische Billigflieger Easyjet ist in der Schweiz kräftig im Aufwind. Im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende September) hat die Airline 9,5 Millionen Passagiere transportiert. Das sind 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Löwenanteil davon entfiel auf Genf. In der Rhonestadt konnte der Platzhirsch am dortigen Flughafen die Zahl um eine halbe Million auf 6 Millionen Passagiere steigern.

Damit stieg der Marktanteil der britischen Fluggesellschaft von 39,7 auf 41,6 Prozent, wie der Nordeuropa-Verantwortliche, Thomas Haagensen, am Dienstag vor den Medien in Genf sagte. Von den insgesamt 21 Flugzeugen hierzulande fliegen 13 ab Cointrin.

In Basel betrug das Wachstum rund 20 Prozent, wie Haagensen vor zwei Wochen gesagt hatte. Dort kam der Billigflieger auf einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Insgesamt waren die Maschinen aus der Schweiz zu knapp 90 Prozent gefüllt.

10 Prozent des Umsatzes

Die Schweiz steuert rund 10 Prozent des Umsatzes der Fluggesellschaft bei. Im vergangenen Geschäftsjahr 2012/13 konnte Easyjet den Umsatz von 3,95 Mrd. auf 4,26 Mrd. Pfund (6,3 Mrd. Fr.) steigern. Der Gewinn kletterte gar um die Hälfte auf 398 Mio. Pfund (586 Mio. Franken).

Hierzulande beschäftigt Easyjet 800 Angestellte, davon 530 als Kabinenpersonal und 240 Piloten. "Wir haben sowohl in der Schweiz als auch in Europa schöne Fortschritte gemacht", sagte Haagensen. Mit einem Wachstum von rund 10 Prozent und 60 Destinationen habe Easyjet in Genf seinen Steigflug fortgesetzt.

Die durchschnittliche Zahl der wöchentlichen Flüge sei unter anderem dank zwei neuen Destinationen um 8,4 Prozent auf 800 gestiegen. Im nächsten Sommer wolle Easyjet drei weitere Destinationen anfliegen und die Zahl der Flüge auf 856 pro Woche erhöhen.

Keine Angst vor Swiss

Die Expansionspläne der Swiss mit günstigen Angeboten in Genf erschrecken Haagensen nicht: Der Easyjet-Verantwortliche für die Schweiz und Deutschland freut gemäss eigener Aussage über die Konkurrenz. Auswirkungen auf Easyjet seien derzeit noch nicht spürbar.

"Unser Angebot stimmt vollkommen mit der Nachfrage in Europa überein", sagte Haagensen. Langstreckenflüge seien aber nicht das Geschäft von Easyjet. Da könnten andere Airlines ihr Angebot ab Genf verstärken.

Wachstumspotential

Die Schweiz hat nach Ansicht von Easyjet noch Wachstumspotential. Denn hier hätten die Billigflieger gerade mal einen Marktanteil von 29 Prozent, während es in Spanien und in Grossbritannien je 58 Prozent seien. Auch in Italien (52 Prozent) und Deutschland (45 Prozent) sei der Marktanteil der Billigflieger höher.

Neben der Einführung neuer Strecken ab Basel - auf dem Euroairport wird im Frühling ein weiteres Flugzeug stationiert - setzt Easyjet insbesondere auch auf den Ausbau der Frequenzen zu den für Geschäftsreisende wichtigen Ziele wie beispielsweise London.

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