Untersuchung

Betrugsfall bei der Investmentfirma ASE: Nun muss die Aargauer Staatsanwaltschaft doch gegen die Basler Kantonalbank ermitteln

Der Geschäftsführer der Firma ASE hat ein riesiges Schneeballsystem betrieben und damit knapp 2000 Geschädigte um 170 Millionen Franken betrogen.

Der Geschäftsführer der Firma ASE hat ein riesiges Schneeballsystem betrieben und damit knapp 2000 Geschädigte um 170 Millionen Franken betrogen.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die Kantonalbank eingestellt. Dagegen wehrten sich die Geschädigten und erhielten nun vor Bundesgericht Recht.

Im Betrugsfall der Fricktaler Investmentfirma ASE, der im Frühling 2012 aufgeflogen war, spielte auch die Basler Kantonalbank (BKB) eine unrühmliche Rolle. Im Sommer 2015 hat die Kanzlei Werder Viganò im Auftrag von 300 ASE-Geschädigten eine Strafanzeige gegen die BKB wegen Verdachts auf Geldwäscherei eingereicht.

Im März 2018 stellte die Aargauer Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die Bank ein. Dagegen wehrte sich Werder Viganò erfolgreich. Nach dem Aargauer Obergericht hat nun auch das Bundesgericht die Beschwerde gutgeheissen, wie aus dem gestern publizierten Urteil hervorgeht.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, die Verantwortlichkeit der BKB als Unternehmen sei bereits verjährt, weshalb die Voraussetzungen für eine Einstellung des Verfahrens erfüllt seien. Das Bundesgericht hingegen hält fest, dass es nicht an der Beschwerdeinstanz sei, sich im Rahmen einer Beschwerde gegen eine Einstellungsverfügung abschliessend zur Dauer der Verjährung zu äussern, da sie damit den gerichtlichen Entscheid vorwegnehmen würde. Gegen die BKB muss nun entsprechend ermittelt werden.

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