Flugsicherung

Betriebsrechnung von Skyguide mit knapp 55 Mio. Franken im Minus

Fluglotse in Zürich-Kloten (Archiv)

Fluglotse in Zürich-Kloten (Archiv)

Das Schweizer Flugsicherungsunternehmen Skyguide hat 2008 ein Defizit von 54,96 Mio. Franken gemacht. Es sei ein schwieriges, aber erfolgreiches Jahr gewesen, sagte Verwaltungsratspräsident Guy Emmenegger an der Bilanzmedienkonferenz in Wangen ZH.

Es hatte mit einem steigenden Verkehrsaufkommen begonnen, das bald abflachte und gegen Ende des Jahres einbrach. Übers ganze Jahr nahm der Verkehr leicht um 0,1 auf fast 1,24 Mio. kontrollierte Flügen zu. Skyguide steigerte denn auch den Umsatz um 0,7 Prozent auf 372,29 Mio. Franken. Im Gesamtergebnis weist das Unternehmen aber einen Verlust von 54,96 Mio. Franken (Vorjahr: 45,30 Mio.) aus.

Eingeschlossen ist eine buchhalterische Werteberichtigung als Folge der Finanzkrise. Das operative Defizit beträgt 5,09 Mio. Franken (Vorjahr: 4,59 Mio. Franken).

Darin widerspiegelt sich die strukturelle Einnahmelücke - ein Dauerthema bei Skyguide, wie Geschäftsführer Daniel Weder sagte. So ergibt sich bei der Bewirtschaftung der 12 Regionalflugplätze ein Minus von 25 Mio. Franken.

Weiter fehlen 40 Mio. Franken Einnahmen, weil Skyguide den süddeutschen Luftraum bewirtschaftet, das Geld aber nach Deutschland geht. Im laufenden Jahr stehen für beide Punkte politische Entscheidungen an.

Im Mai kommt die Revision des Luftfahrtgesetzes zum Bundesrat. Dabei soll der Bund vorübergehend die Unterdeckung für delegierte Lufträume entgelten können.

Voraussichtlich im November entscheidet das Volk, ob künftig die Erträge der Kerosinsteuer auch der Luftfahrt zu Gute kommen und damit unter anderem die Unterdeckung der Regionalflugplätze abgegolten wird.

Bei Ablehnung muss Skyguide die Tarife erhöhen - rund je 10 Prozent, wie Weder sagte. Dies würde das Unternehmen im internationalen Wettbewerb in eine schwierige Lage bringen, sagte er weiter.

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