Industrie

Bestellungen bei Mikron um mehr als die Hälfte eingebrochen

Weniger Bestellungen bei Mikron

Weniger Bestellungen bei Mikron

Beim Bieler Fertigungs- und Montagesystem-Hersteller Mikron sind die Bestellungen im ersten Halbjahr 2009 um 55,8 Prozent auf 60,5 Mio. Fr. zurückgegangen. Der Umsatz brach um 47,0 Prozent auf 76,6 Mio. Franken ein, wie Mikron mitteilt.

Als Folge der drastischen Volumenrückgänge resultierte ein Verlust von 16,9 Mio. Franken, im Vorjahr hatte Mikron noch einen Gewinn von 4,3 Mio. Fr. verbucht. Der Betriebsverlust (EBIT) betrug ebenfalls 16,9 Mio. (2008: +5,2 Mio.) Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Das Ergebnis müsse als absolut unbefriedigend bezeichnet werden. Generell sei festzustellen, dass fast alle Kunden ihre Investitionsentscheide aufschieben.

Am meisten vom Konjunkturabschwung betroffen war das Segment Machining. Insbesondere mit der Automobilzulieferindustrie sei hier das Geschäft im ersten Quartal fast vollständig ausgeblieben.

Im ersten Semester sank der Bestellungseingang in diesem Segment denn auch um 67,8 Prozent auf 24,4 Mio. Franken, der Auftragsbestand betrug Ende Juni noch 22,5 Mio. Fr. (-59,2 Prozent). Der Betriebsverlust belief sich auf 14,1 Mio. Franken, im Vergleich zu einem Betriebsgewinn von 4,4 Mio. Fr. im Vorjahr.

Ein Ausblick im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld sei schwierig, heisst es. Bereits im Januar hatte Mikron die Einführung von Kurzarbeit an einigen Standorten sowie den Abbau von bis zu 165 der insgesamt 1'100 Arbeitsplätzen angekündigt. Im Segment Machining bleibe der hohe Anteil Kurzarbeit bis mindestens Ende Jahr bestehen.

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