Budget

Beste Rechnung seit zehn Jahren

Der neue Bahnhof beim Augarten fordert 2008 die grösste Investition der Einwohnergemeinde (ach)

Bahnhof Augarten Rheinfelden

Der neue Bahnhof beim Augarten fordert 2008 die grösste Investition der Einwohnergemeinde (ach)

Stadtammann Franco Mazzi und sein Finanzverwalter Jürg Gasser strahlten mit der Frühlingssonne um die Wette: Die Rechnung 2008 von Rheinfelden ermöglichte Abschreibungen von 15,5 Millionen Franken. Abzüglich der Netto-Investitionen von 5,4 Millionen verblieb völlig überraschend ein Gewinn von 10,1 Millionen Franken.

Peter Rombach

Der Grund für das «beste Resultat seit zehn Jahren» (Mazzi) war rasch geortet: Dank einer florierenden Wirtschaft flossen unerwartet hohe Steuereinnahmen und beträchtliche Nachzahlungen aus Vorjahren. Zusätzlich herrschte ein strenges Budget- und Ausgabenregime.

Bei den Netto-Investitionen dominierte der Verkehrssektor. Allein mit 4 Millionen beteiligte sich die Stadt an den Baukosten für den neuen Augarten-Bahnhof. In die Erweiterung der Heilpädagogischen Schule flossen 1,5 Millionen. Der Kulturbereich, speziell Kurbrunnenanlage und Fricktaler Museum, profitierte von 300 000 Franken. Im Stadtpark erforderten Spielplatzsanierung und Teilerschliessung Ost 400 000 Franken.

Strukturell gesunde Finanzen

Als Stadtammann Mazzi den Rechnungsabschluss 2008 an einer Medienorientierung vorstellte, sprach er von einer «strukturell gesunden Finanzlage», warnte aber gleichzeitig vor neuen Begehrlichkeiten und riet zur finanzpolitischen Besonnenheit: «Wir hatten einige Sonderfaktoren.» Damit meinte er speziell die Steuererträge mit total 41,5 Millionen Franken - anstelle der budgetierten 34,5 Millionen.

Aus Einkommens- und Vermögenssteuern stammten 31,1 Millionen, ein Plus von 7,2 Prozent. An Quellensteuern kassierte die Einwohnergemeinde 2,7 Millionen, 42 Prozent mehr als budgetiert. Die Aktiensteuern schnellten von erwarteten 3,2 auf 6,1 Millionen Franken in die Höhe. Sonstige Steuern, darunter Erbschafts- und Schenkungssteuern, beliefen sich auf 1,6 Millionen.

Höhere Zinseinnahmen

Die Vermögenserträge erreichten 3,1 Millionen, ein Mehr von 700 000 Franken; angesichts der guten Liquidität führten Festgeldanlagen zu höheren Zinserträgen. In der laufenden Rechnung 2008 betrug der Gesamtaufwand - ohne Abschreibungen - 49,7 Millionen Franken und lag mit 1,2 Millionen unter dem Voranschlag.

Die Erträge summierten sich auf 65,2 Millionen und überstiegen das Budget um 7,6 Millionen oder 13,2 Prozent. Die Nettoschulden gingen deutlich zurück: Ende 2008 standen sie bei 3,1 Millionen Franken; im Vorjahr waren es noch 12,5 Millionen. Stadtammann Mazzi kündigte an, den Schuldenabbau «konsequent» fortzuführen.

Meistgesehen

Artboard 1