Mitte der Woche waren es erst 10 Beschwerden gewesen. Toyota versprach in der Nacht, sich mit den Besitzern in Verbindung zu setzen und die Fälle zu untersuchen. Bislang gebe es jedoch keinen Beleg dafür, dass die Reparaturmassnahmen nicht griffen, betonte der Hersteller.

Toyota schliesst weiterhin kategorisch aus, dass der Fehler in der Elektronik statt in der Mechanik zu suchen ist. Bei der Reparatur wird ein Distanzstück am Gaspedal eingesetzt, das die Reibung verringern und die Zugkraft der Rückholfeder erhöhen soll. So soll ein Klemmen vermieden werden. Auch in der Vergangenheit seien viele Beschwerden letztlich nicht nachvollziehbar gewesen, merkte der japanische Konzern an.

"Wir gehen der Sache auf den Grund", kündigte der Chef der Verkehrssicherheitsbehörde, David Strickland, an. Seine Mitarbeiter hatten sich bereits mit den ersten Autofahrern kurzgeschlossen, die sich beschwert hatten. Ergebnisse liegen aber noch nicht vor.

US-Politiker verlangen eine schnelle Klärung. Toyota habe noch keine schlüssige Antwort auf die Frage gegeben, warum ihre Wagen ungewollt beschleunigten, hatte Bart Stupak am Vortag gesagt. Die Amerikaner könnten sich deshalb nicht sicher fühlen. Der Kongressabgeordnete leitet einen der Ausschüsse, die Licht in das Toyota-Debakel bringen sollen.

Bereits in den Anhörungen der letzten beiden Wochen hatten Experten und Abgeordnete Zweifel daran geäussert, dass es sich um ein rein mechanisches Problem handelt. Toyotas US-Statthalter James Lentz räumte ein, dass es für die Mehrzahl der gemeldeten Vorfälle keine Erklärung gebe. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit bringt inzwischen 52 Tote mit der Pannenserie bei Toyota in Verbindung.