Wirtschaft

Beschattungs-Skandal bei Credit Suisse: Privatermittler begeht Selbstmord

Der Thriller am Paradeplatz ist noch nicht zu Ende.

Der Thriller am Paradeplatz ist noch nicht zu Ende.

In der Beschattungsaffäre bei der Credit Suisse hat ein Mittelsmann Selbstmord begangen.

Offenbar hat sich der Privatermittler bereits am vergangenen Dienstag – eine Woche nach Bekanntwerden des Beschattungs-Skandals – das Leben genommen.

Der Sicherheitsexperte habe um seine berufliche Existenz gebangt, schreibt das Finanzportal «Inside Paradeplatz» unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Er habe Angst gehabt, die Bank würde ihn als «Mitschuldigen und Versager» darstellen.

Der Privatermittler war das Bindeglied zwischen der Credit Suisse und der Privatdetektei Investigo, die den Starbanker Iqbal Khan beschattete. Die Bank hatte ihn angeheuert, eine Firma für die Überwachung zu finden. In der Branche soll er einen guten Ruf genossen haben.

Als die Beschattung aufflog, rief der Anwalt des Privatermittlers bei den Zürcher Ermittlungsbehörden an und bot Informationen zum Fall Khan an. Die Staatsanwaltschaft war jedoch nicht am Zwischenmann, sondern am Auftraggeber interessiert – weshalb er sich gemeinsam mit dem CS-Sicherheitschef der Polizei stellte.

Als sein Name in die Medien gelangte und er die ersten Anrufe erhielt, soll er sich das Leben genommen haben, wie das Finanzportal weiter berichtet. Er hinterlässt eine Partnerin.

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