Mit deutlichen Mehrheiten wies das Berner Kantonsparlament zwei entsprechende Vorstösse ab. Der eine zielte darauf ab, bis zum Vorliegen eines Berichts zu den gesundheitlichen Risiken dieser Technik ein Moratorium für die Bewilligung von Antennen zu erlassen.

Die Urheberin des anderen Vorstosses wies darauf hin, dass das chinesische Unternehmen Huawei am Aufbau des 5G-Netzes in der Schweiz beteiligt ist. Huawei werde - etwa von den USA - verdächtigt, Spionage zu betreiben. Deshalb bestehe ein Datenschutzrisiko.

Im bernischen Grossen Rat fand aber eine Mehrheit, die Kantone hätten beim Strahlenschutz keine Regelungskompetenzen. Dafür sei allein der Bund zuständig. Es hiess auch, Innovation dürfe nicht gebremst werden. Die grösste Strahlung im Mobilfunk gehe von den Mobiltelefonen selber aus.

Die jurassische Kantonsregierung beschloss im April ein 5G-Moratorium. Auch der Grosse Rat des Kantons Genf forderte von der Kantonsregierung im April ein solches.