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Berner Trägerverein lanciert 2012 neue Online-Zeitung

Ein Berner Verein lanciert im kommenden Jahr eine neue Online-Zeitung (Symbolbild)

Ein Berner Verein lanciert im kommenden Jahr eine neue Online-Zeitung (Symbolbild)

Bern erhält eine Online-Zeitung. Hinter dem Projekt steht eine Gruppe von Journalisten, Politikern und Kulturschaffenden, die sich «grössere Meinungsvielfalt, mehr Analyse und journalistischen Weitblick» wünschen.

Ein Trägerverein beschloss an seiner Mitgliederversammlung vom Dienstag, das Projekt zu realisieren, wie es in einem Communiqué hiess. Der Verein beauftragte den früheren "Bund"-Journalisten Manuel Gnos mit den weiteren Vorbereitungsarbeiten.

Die Online-Zeitung, deren Name noch nicht feststeht, soll ab Mai oder Juni 2012 betrieben werden. Mit einem Aufruf im September hatte der Trägerverein das Projekt erstmals bekannt gemacht.

Ziel war es, bis Ende Oktober mindestens 100 Personen zu verpflichteten, die sich mit einem Startbeitrag von je 500 Franken beteiligen. Da dies deutlich erreicht wurde, beschloss der Trägerverein, die Arbeiten für die Verwirklichung des Projekts voranzutreiben.

Die Initianten orten in der Lokalberichterstattung aus Bern einen Mangel an Vielfalt, Analyse und journalistischem Weitblick, wie sie auf ihrer Website schreiben. Überraschende Geschichten und interessante Zugänge zu Themen - ob Politik, Kultur oder städtischem Alltag - fehlten. Hier will die neue Zeitung ansetzen.

Aktuell und kritisch

Die zukünftige Online-Zeitung soll aktuell und kritisch über die Berner Lokalpolitik und die Berner Kultur informieren. Sie soll Kommentare und Hintergrundinformationen bringen und will Plattform für Diskussionen sein. Sie soll die Meinungsvielfalt in der Stadt Bern und den differenzierten Austausch über Lokalpolitik, Kultur und Alltag stärken.

Geplant sind für den Start 300 Stellenprozente für fünf bis sechs unabhängige Profi-Journalisten und -Journalistinnen. Zusätzlich werden freie Mitarbeiter und Freiwillige eingesetzt. Das Budget beträgt rund eine halbe Million Franken pro Jahr. Über den Publikumsrat sollen Nutzerinnen und Nutzer mitreden können.

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