Finanzkrise

Bernanke deutet neue Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft an

Ben Bernanke, Chef der Notenbank

Ben Bernanke, Chef der Notenbank

Die US-Notenbank hat neue Schritte zur Ankurbelung der Wirtschaft angedeutet. Die Federal Reserve (Fed) sei darauf vorbereitet, weitere geldpolitische Massnahmen zu ergreifen, um das Wachstum in den USA zu befördern, sagte der Chef der Notenbank, Ben Bernanke.

Dies könnte angesichts "ungewöhnlich unsicheren Wirtschaftsausblick" notwendig werden, erklärte Bernanke am Mittwoch in Washington. Konkrete Schritte nannte er in seinem halbjährlichen Konjunkturbericht vor dem US-Senat jedoch nicht.

Zudem unterstrich der Fed-Chef, dass die Notenbank weiter die Beendigung unkonventioneller Massnahmen vorhabe, die während der Finanzkrise ergriffen wurden. Wegen der eher langsamen Erholung sei es auch notwendig, die Zinsen für einen "längeren Zeitraum" auf dem historisch niedrigen Niveau zu belassen.

Zwar sei die Erholung unter anderem wegen einer steigenden Binnennachfrage und zunehmenden Exporten insgesamt auf einem guten Weg. So sei für 2010 beim Wachstum mit einem Plus zwischen 3 und 3,5 Prozent zu rechnen.

Doch es bestünden auch grosse Risiken, sagte Bernanke. Insbesondere die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA gäbe Anlass zur Sorge, weil sie den Konsum belaste.

Darüber hinaus sei der Häusermarkt nach wie vor schwach, das Überangebot an Immobilien drücke auf die Preise. Zudem nannte Bernanke die europäische Schuldenkrise als grossen Unsicherheitsfaktor.

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