Im September gingen 437 Firmen konkurs, 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. In den ersten neun Monaten 2009 gaben somit 3668 Firmen die Geschäftstätigkeit auf, über ein Viertel mehr als in der Vorjahresperiode.

Die leichte Entspannung im September ist laut Dun&Bradstreet (D&B) nur eine vorübergehende Erscheinung. Dem lokalen Gewerbe stehe die Pleitewelle noch bevor, heisst es im Communiqué. Die schlechte Konsumstimmung wirke sich zunehmend auf die Binnenwirtschaft aus. Bis Ende Jahr dürften 5200 Firmen Pleite gehen. Im 2008 waren es nur rund 4000 gewesen.

Seit Anfang Jahr mussten besonders Holding- und Investmentgesellschaften, Personalvermittler, aber auch Hersteller von Präzisionsinstrumenten und Uhren häufig den Gang zum Konkursrichter auf sich nehmen. Einen leichten Anstieg gab es im Baugewerbe oder im Detailhandel, wie aus den Zahlen hervorgeht.

Den Gründergeist hat die Wirtschaftskrise bislang nur schwach beeinflusst: Seit Anfang Jahr wurden 25'904 Unternehmen gegründet, 7 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Anfang Oktober hat bereits die Gläubigervereinigung Creditreform ihre Konkurszahlen für September veröffentlicht. Anders als D&B zählte die Vereinigung 443 Konkurse. Ähnlich lautet hingegen die Prognose für das Gesamtjahr 2009: Creditreform rechnet mit über 5200 Firmenpleiten.