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Bellevue Group 2010 wieder mit schwarzen Zahlen

Martin Bisang, CEO der Bellevue Group (Archiv)

Martin Bisang, CEO der Bellevue Group (Archiv)

Die Vermögensverwalterin Bellevue Group kann wieder schwarze Zahlen vorweisen: Im letzten Jahr verdiente die Gruppe unter dem Strich 1,5 Mio. Franken. 2009 hatten Abschreiber in dreistelliger Millionenhöhe für einen Verlust von 95,1 Mio. Fr. gesorgt.

Das operative Ergebnis fiel allerdings schlechter aus: Der operative Konzerngewinn vor Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen im letzten Jahr betrug 4,6 Mio. Franken. Im Vorjahr hatte die Gruppe einen operativen Gewinn von 8,5 Mio. Fr. erzielt.

Nur die Bank am Bellevue arbeitete profitabel. Deren Gewinn sank von 12,7 Mio. auf 7,1 Mio. Franken. Bei der wichtigsten Ertragsquelle der Bank am Bellevue, dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, verringerte sich der Erfolg um 8 Prozent.

Das zweite Standbein der Bellevue Group, die auf Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden spezialisierte Bellevue Asset Management, weist wiederum einen Verlust aus. Das Ergebnis verschlechterte sich von -1,4 Mio. auf -2,3 Mio. Franken.

Die Bellevue Group verwaltete am Jahresende 4,6 Mrd. Franken, ein Jahr davor hatte sie noch 5,5 Mrd. Fr. betreut. Der Abfluss an Kundengeldern setzte sich fort: Der Neugeldabfluss belief sich auf 526 Mio. Franken (Vorjahr: -320 Mio. Franken).

Die Gruppe will wie im Vorjahr 4 Fr. pro Namenaktie ausschütten. Weil die Summe aus den Reserven aus Kapitaleinlagen stammt, ist die Dividende verrechnungssteuerfrei.

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