Migros

Bei Migros laufen die billigsten Produkte am schlechtesten

Bei ihren günstigsten Artikeln merkt die Migros den steigenden Einfluss der deutschen Discounter Aldi und Lidl in der Schweiz: Der Umsatz mit M-Budget-Produkten ging 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zurück.

Seit Monaten plastert Migros alle Plakatsäulen mit Werbung für ihre M-Budget-Linie voll. In der Krise, so die Hoffnung, greifen Konsumenten eher auf Billigprodukte zurück. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Der Umsatz ging um 3 Prozent zurück.

Insgesamt nahm die Migros-Gruppe mit den grün-weiss-orange eingepackten Billigprodukten 748 Mio. Fr. ein, wie Marketingchef Oskar Sager am Dienstag vor den Medien in Zürich ausführte. Er stellte aber klar, dass nicht die Discounter allein für den Umsatzrückgang der bisher erfolgreichen Linie verantwortlich sind.

Indirekt auch auf Aldi und Lidl zurückzuführen sind zwar die Preissenkungen auf einem Drittel des M-Budget-Sortiments um durchschnittlich 5 Prozent. Gleichzeitig wurde das Sortiment aber verkleinert. Laut Sager gibt es insbesondere bei der Heimelektronik und der Inneneinrichtung nur noch wenige M-Budget-Produkte.

Annas Best und Pflegeprodukte sind die Renner

Besser als bei der Billiglinie entwickelten sich letztes Jahr dagegen die Umsätze anderer Migros-Linien. So habe sich M-Classic mit typischen Eigenprodukten des «orangen Riesen» gut entwickelt, sagte der Marketingchef.

Hohe Umsatzzuwächse verzeichnete auch Annas Best, die Marke für frische Fertigprodukte (Convenience). Deren Absatz stieg um 16 Prozent. Von den Heidi-Produkten aus dem Berggebiet wurden 8 Prozent mehr verkauft. Bei der Körperpflege-Linie «I am» vervielfachte sich der Absatz. (rsn/SDA)

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