Martin Probst

«Die Krise hat auch die Schweiz nicht verschont», sagt Amag-CEO Morten Hannesbo. «Wir können aber mit sehr viel Vertrauen in die Zukunft schauen.»

Es verwundert nicht, dass der Däne optimistisch in die Zukunft schaut. Die Amag hat in einem schwierigen Umfeld den Marktanteil in der Schweiz auf einen neuen Rekordwert von 24,2 Prozent gesteigert. Zwar verkaufte auch der grösste Autoimporteur des Landes leicht weniger Autos als im Vorjahr. Da der Gesamtmarkt aber um 7,8 Prozent nachgelassen hat, konnte die Firma mit Hauptsitz in Schinznach-Bad den Marktanteil steigern. «Unsere Händler und Servicepartner haben 2009 sehr gut gearbeitet und mit der Volkswagen AG haben wir einen sehr starken Partner, der die Krise hervorragend meistert», sagt Hannesbo.

Golf: Das Mass aller Dinge

Wenig überraschend hat es der VW Golf auch 2009 und damit bereits zum 34. Mal auf den ersten Platz der Schweizer Auto-Hitparade geschafft. Doch damit noch nicht genug. Neben dem Golf haben es mit dem Skoda Octavia, dem Audi A4 und A3, dem VW Polo, Passat und Tiguan gleich sechs weitere Fahrzeuge aus der Amag-Flotte in die Top Ten geschafft.

Total konnte die Amag 2009 64269 Personenwagen der Marken VW, Skoda, Audi und Seat an die Kunden ausliefern. Dazu kamen 2721 Nutzfahrzeuge. VW ist mit 29487 verkauften Fahrzeugen die klare Nummer eins in der Schweiz. Audi schafft es mit 16793 Fahrzeugen erstmals in der Geschichte auf den zweiten Platz.

Morten Hannesbo sieht dann auch keinen Grund, für 2010 etwas zu verändern. «Wir werden an unserer Strategie festhalten und bei der Rabattschlacht der Konkurrenz nicht mitmachen.» Dafür will sich der Däne für eine Schweizer Abwrackprämie einsetzen. «Dies ist für mich die
beste Möglichkeit, die Umwelt zu schonen. Alte Autos mit einem hohen Emissionswert kommen so von der Strasse und werden durch neue, viel effizientere ersetzt.» Die Politik scheint dieses Vorhaben jedoch nicht zu unterstützen.

Für 2010 ist Morten Hannesbo zuversichtlich: «Die Krise ist noch nicht überstanden. Doch wir wollen unsere Marktanteile halten und wieder etwa gleich viele Autos verkaufen.» Die 4739 Mitarbeiter (davon 669 Lernende) werden diese Aussichten freuen. Und Hannesbo kündigt einen weiteren Stellenausbau an: «Ich bin mir sicher, dass wir schon in wenigen Jahren die 5000er-Marke knacken.»