Bereinigt um Wechselkurseffekte und um die unterschiedliche Anzahl Arbeitstage resultierte ein Umsatzschwund von 3 Prozent, wie der weltgrösste Personalvermittler am Donnerstag mitteilte.

Schon in den beiden Vorquartalen hatte das Unternehmen einen (organischen) Rückgang erlitten. Davor waren über viele Quartale Wachstumsraten von +2 bis +7 Prozent verzeichnet worden.

Rückläufig war die Wachstumsrate etwa im wichtigen Markt Frankreich (-3 Prozent) sowie in weiteren europäischen Märkten - insbesondere in Deutschland, Österreich, Schweiz (-15 Prozent) sowie Benelux und Nordeuropa (-7 Prozent).

Besser lief es dagegen in Japan (+12 Prozent). Konzernchef Alain Dehaze verwies in der Mitteilung insbesondere auf die anhaltende Schwäche der Automobil- und Fertigungsindustrie in vielen europäischen Ländern.

Höherer Bruttogewinn

Bei den Gewinnzahlen war die Entwicklung uneinheitlich. Der Bruttogewinn erhöhte sich trotz des Umsatzrückgangs um 2 Prozent auf 1,13 Milliarden, der operative Gewinn (EBITA, bereinigt) ging hingegen um 2 Prozent auf 265 Millionen zurück. Unter dem Strich tauchte der Reingewinn um 6 Prozent auf 159 Millionen Euro.

Mit diesen Resultaten hat Adecco die Erwartungen der Analysten beim Umsatz knapp verfehlt, bei den Gewinnzahlen hingegen leicht übertroffen. Die Experten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 5,96 Milliarden Euro, einem Bruttogewinn von 1,12 Milliarden und einem EBITA von 260 Millionen Euro gerechnet.

Im Ausblick gab sich Adecco wie üblich relativ wenig konkret. Es hiess lediglich, dass im Juni die Wachstumsrate (bereinigt) wie im ganzen Quartal bei -3 Prozent gelegen habe und die Volumina im Juli auf eine Fortsetzung des Trends des zweiten Quartals hindeuteten. Das Sparprogramm solle ausserdem im laufenden Jahr Einsparungen von 70 Millionen Euro bringen.