Im Gegenzug sollen 2500 Arbeitsplätze in Schwellenländern aufgebaut werden. Dies kündigte das Unternehmen am Donnerstagabend an. Unterm Strich schrumpft damit die Bayer-Belegschaft um 2000 von weltweit 108'700 Arbeitsplätzen.

"Bayer hat in der Vergangenheit notwendigen Arbeitsplatzabbau stets sozialverträglich gestaltet. Das ist mir auch jetzt sehr wichtig", sagte Dekkers, der seit Anfang Oktober als Konzernchef waltet. Er wurde Nachfolger von Werner Wenning, der in Pension ging.

Der deutsche Traditionskonzern will durch den Stellenabbau ab 2013 rund 800 Mio. Euro pro Jahr einsparen. Etwa die Hälfte davon will Bayer reinvestieren. Der Pharma- und Chemiekonzern rechnet bis Ende 2012 mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro für das Sparpaket. Ein Teil davon soll bereits im vierten Quartal in der Bilanz untergebracht werden.

Mittel zum Ausbau der Wachstumsbereiche im Konzern müssten durch Umschichtung von Ressourcen und gezielte Sparleistungen erbracht werden. Profitieren sollen vor allem die Gesundheits- ("Healthcare") und die Agrochemiesparte ("Cropscience"). Das sind die beiden grösseren Teilkonzerne - gegenüber der kleineren Kunststoffsparte.

Am Mittwoch hatte der Basler Konkurrent Roche ebenfalls vor dem Hintergrund von Belastungen durch die Gesundheitsreform ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt. Bei Roche sollen 4800 Stellen wegfallen.