Baugewerbe

Bauarbeiter verlangen Verhandlungen über neuen Landesmantelvertrag

Bauarbeiter wollen mit den Baumeistern verhandeln (Symbolbild)

Bauarbeiter wollen mit den Baumeistern verhandeln (Symbolbild)

Die rund 500 Teilnehmenden der Landsgemeinde Bau der Gewerkschaft Unia haben in Bern den Baumeisterverband aufgefordert, seine Blockade aufzugeben und Verhandlungen für einen neuen Landesmantelvertrag (LMV) aufzunehmen.

Sie seien auch bereit, für einen neuen Vertrag zu kämpfen, teilte die Unia am Samstag mit. Für die Bauarbeiter und die Baufirmen hätte es katastrophale Auswirkungen, wenn es keinen neuen LMV mehr geben würde. Ohne LMV gebe es keine verbindlichen Mindestlöhne und keinen Schutz gegen Lohndumping für die rund 100'000 betroffenen Bauarbeiter.

Der Schweizerische Baumeisterverband habe aber wiederholt Verhandlungen über die Erneuerung des LMV abgelehnt. Diese Verhandlungen müssten jetzt aber rasch beginnen, forderten die Bauarbeiter. Sonst drohe auf das nächste Jahr ein vertragsloser Zustand, der im Interesse von niemandem sein könne.

Die wichtigste Forderung der Bauarbeiter an einen neuen LMV ist ein besserer Schutz ihrer Gesundheit bei Schlechtwetter. Gleichzeitig wollen die Bauarbeiter die Rente mit 60 für die Zukunft absichern. Auch dürfe Lohndumping auf Schweizer Baustellen nicht zur Regel werden. Notwendig seien deshalb bessere Instrumente gegen Lohndumping im neuen LMV.

Auch die Syna-Branchenkonferenz Bau hat diese Forderungen am Samstag gestützt. Laut den Baumeistern sei es die von Unia ins Leben gerufene Fachstelle Risikoanalyse, die es ihnen verunmögliche, weiter mit den Gewerkschaften zu verhandeln, heisst es in der Syna-Mitteilung.

In dieser ganzen Zeit der Blockade habe Syna jedoch stets den Dialog gesucht und alles unternommen, damit die abgebrochenen Verhandlungen wieder aufgenommen würden und der neue Landesmantelvertrag, der ab 2016 in Kraft treten soll, ausgehandelt werden könne.

Neben einer griffigen Lösung bei Schlechtwetterausfällen, dem wirksamen Kampf gegen Lohndumping und der Verteidigung von Rentenalter 60 fordert Syna auch eine generelle Lohnerhöhung und die Abschaffung der unbezahlten Reisezeit.

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