Bauwirtschaft

Bau-Umsätze legen im dritten Quartal zu - Abkühlung in Sicht

Bau-Umsätze legen im dritten Quartal zu (Archiv)

Bau-Umsätze legen im dritten Quartal zu (Archiv)

Die Schweizer Bauwirtschaft erweist sich als erstaunlich krisenresistent. Ihre Umsätze legten im dritten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,1 Prozent zu. Allerdings kündigen die stark rückläufigen Aufträge eine deutliche Abkühlung an.

Die Umsätze des Bauhauptgewerbes erreichten im dritten Quartal rekordhohe 5,4 Mrd. Franken, wie der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) mitteilte.

Für die Zunahme waren sowohl der Tiefbau (+8,9%) als auch der Hochbau (+3,5%) verantwortlich. Der Auftragsbestand belief sich Ende September auf 11,6 Mrd. Franken, 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Schub gab dem Baugewerbe der Wohnungsbau. Er legte um 7 Prozent zu. Auch die Auftragsbestände notierten hier Ende September 5,8 Prozent über Vorjahresstand.

Erklärbar ist das damit, dass die für die Wohnbaunachfrage wesentlichen Faktoren wie Einwanderung, Arbeitslosigkeit und Konsumentenstimmung erst mit Verzögerung auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung reagieren. Die Baumeister erwarten die Talsohle im Wohnungsbau 2010.

Der Wirtschaftsbau schwächte sich im dritten Quartal dagegen deutlich ab. Die Aufträge gingen um 11,1 Prozent zurück und eine weitere Abflachung ist gemäss SBV absehbar.

Insgesamt schätzt der SBV das Baujahr 2009 als gut ein. Die kalte Dusche kündige sich aber bereits an. Gemäss der Baumeisterstatistik gingen die Aufträge um 13,2 Prozent zurück. Damit ist Mitte 2010 eine Abschwächung zu erwarten. Die aktuell hohe Produktion gründet gemäss SBV auf einer Handvoll von grossen Strassen- und Schienenprojekten.

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten auf dem Bau nahm per Ende September um 0,2 Prozent auf 83'400 ab. Die Beschäftigung verlief im Hoch- und Tiefbau gegenläufig, schreibt der SBV gestützt auf die Arbeitslosenzahlen vom Oktober. Während im Hochbau die Arbeitslosenrate mit 5 Prozent über dem gesamtscheizerischen Schnitt lag, betrug sie im Tiefbau 2,9 Prozent.

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