Energie

Basler Stromversorger steigen ins Geschäft mit Sonnenenergie ein

IWB wollen bei Solakraftwerk einsteigen

IWB wollen bei Solakraftwerk einsteigen

Die Baselbieter Stromversorgerin EBL steigt in grossem Stil ins Geschäft mit der Sonnenenergie ein: In Spanien übernimmt das Unternehmen die Mehrheit an einem neuen, 225 Mio. Fr. teuren solarthermischen Kraftwerk.

Die EBL sichere sich am Solarkraftwerk Puerto Errado II im andalusischen Murcia einen Anteil von 85 Prozent, gab das Unternehmen mit Sitz in Liestal vor den Medien bekannt.

Ebenfalls ins Projekt einsteigen wollen auch die Industriellen Werke Basel (IWB) einsteigen.

Das Kraftwerk, mit dessen Bau im Oktober begonnen werden soll, erzeugt zirka 50 Mio. Kilowattstunden Solarstrom. Damit lassen sich laut der EBL rund 11'000 Haushalte versorgen.

Ans Eigenkapital des Solarkraftwerks von 67 Mio. Fr. steuert die EBL 57 Mio. Fr. bei. Davon wollen die IWB 21 Mio. Franken übernehmen, falls der Grosse Rat des Kanton Basel-Stadt diesem Vorhaben zustimmt.

Ans Netz gehen soll das Solarkraftwerk in rund zwei Jahren. Der auf einer Fläche von 60 Hektaren oder rund 84 Fussballfeldern erzeugte Strom dient laut der EBL zunächst den Verbrauchern vor Ort und verbessere den europäischen Strommix.

Die Investition in Spanien bedeutet für die EBL einen Meilenstein bei ihrem Ziel, bis 2020 rund 30 Prozent ihres Energieabsatzes aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Die EBL ist nach eigenen Angaben die erste Stromversorgerin der Schweiz, die in ein Sonnenwärmekraftwerk investiert. Das Unternehmen erachtet das Projekt nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich als interessant, weil mit einer Einspeisevergütung von 33 Eurocent pro Kilowattstunde gerechnet werden kann.

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